Pflasterreinigung & Terrassenreinigung

Terrassenreinigung: Das kann ich doch selbst!

Pflasterreinigung Vorher-Nachher

Pflasterreinigung Vorher-Nachher

Gerade im Frühjahr, wenn die letzten kalten, nassen Tage des Winters vorüber sieht, sind sie allerorts zu sehen: die Hausbesitzer, die mit dem Hochdruckreiniger und einer Auswahl verschiedener Chemikalien ihre Terrasse oder gepflasterte Bereiche des Grundstücks reinigen. Ob Betonstein oder Naturstein: Sie alle müssen nun vom Schmutz des letzten Jahres befreit werden! Der Einsatz der Reinigungsmittel ist aber häufig zu kurz gedacht: Sie rauen den Stein an der Oberfläche auf und sorgen dafür, dass er noch empfänglicher für das Ansetzen von Algen oder Flechten und Moos wird. Schon kurz nach der großen Reinigungsaktion zeigen sich erneut graue oder grüne Stellen, die im schlimmsten Fall bei Regen rutschig werden.

Besonders rabiate Hausbesitzer setzen gar den Flammenwerfer ein, um Unkraut in den Fugen sowie Flechten und Moos zu entfernen. Doch zum einen lassen sich diese damit nur oberflächlich beseitigen. Die in der Erde befindlichen Wurzeln bleiben erhalten und zumindest Unkraut wird schon bald fröhlich in den Fugen weiterwuchern. Außerdem ist eine solche Vorgehensweise aus Naturschutzsicht abzulehnen, denn der Flammenwerfer beseitigt auch all die kleinen Tierchen und Insekten, die sich hier auf der Oberfläche der Steine befinden.

Sicherlich ist der Einsatz eines Hochdruckreinigers für das Beseitigen der Verschmutzungen sinnvoll, allerdings doch bitte ohne scharfe Reiniger! Außerdem raten wir Fachleute gern dennoch vom Hochdruckreiniger ab. Der hierbei verwendete Wasserstrahl ist sehr scharf und öffnet die Fugen. Diese müssen später wieder neu mit Sand verfüllt werden. Des Weiteren können empfindliche Steinoberflächen damit angeraut werden und sind, wie bereits erwähnt, damit noch empfänglicher für neuerliche Ablagerungen.

Durch den falschen Einsatz eines Hochdruckreinigers können noch weitere Probleme entstehen: Werden die Steine beschädigt, ist das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Es sind feine Risse entstanden, in denen sich Wasser sammelt. Dieses Wasser gefriert im Winter und Eis besitzt eine schier unglaubliche Sprengkraft. Das sich durch seine physikalischen Eigenschaften ausdehnende Eis wird den Stein weiter sprengen. Im Frühjahr sind die Schäden dann sichtbar und so zeigen sich teilweise Steinplatten, die gänzlich gebrochen sind. Das ist nicht nur unschön, sondern es bietet auch eine größere Angriffsfläche für Unkräuter, die sich binnen kürzester Zeit hier ansiedeln. Sie bewirken durch ihre Wurzeln ein weiteres Auseinanderdrücken der beiden Steinhälften. Ein ungepflegter Weg, der aus dem guten Willen heraus entstanden ist, die Steine zu reinigen, ist somit das Ergebnis.

Es ist daher in jedem Fall besser, wenn Sie die Pflasterreinigung direkt einem Profi überlassen. Wir bringen das nötige Gerät ebenso mit wie spezielle Mittel, die die Reinigung erleichtern und gleichzeitig dafür sorgen, dass Steinplatten und Co. neue Verschmutzungen weniger schnell annehmen.

Woher kommen die Verfärbungen und Ablagerungen?

Unkrautsamen sind wahre Überlebenskünstler. Sie fallen auf die Erde oder werden durch den Wind verbreitet. Sie können scheinbar ewig überleben, bis sie endlich ein wenig Erde gefunden und ein paar Tropfen Wasser abbekommen haben. Dann keimen sie rasch und sind binnen kürzester Zeit in der Lage, sich über die Blüte erneut zu vermehren. Unkraut braucht auch nicht viel Platz zum Wachsen und ist bereits mit den Fugen zwischen Pflastersteinen zufrieden.

Ähnlich genügsam, wenn nicht sogar noch weitaus bescheidener, ist Moos. Es bildet sich überall dort, wo Feuchtigkeit ist. Am liebsten in Schattenbereichen und so ist es vor allem dort zu sehen, wo ein Teil der Terrasse beschattet wird oder wo gepflasterte Wege unter Bäumen liegen. Moos verbreitet sich über Sporen und ist damit in der Lage, fast überall hinzukommen. Es wächst, sobald es ein wenig Feuchtigkeit abbekommt, und kann auch lange Trockenzeiten überdauern. Dann stellt es einfach sein Wachstum ein und wartet auf bessere Zeiten. Sind diese gekommen, grünt Moos ganz besonders schnell und schon sieht sich der Grundstücksbesitzer einer von Moos überwucherten, grünen Fläche gegenüber. Das ist nicht nur unschön, sondern auch ein Sicherheitsrisiko, wird Moos doch bei Feuchtigkeit schnell rutschig.

Auch Verfärbungen treten im Laufe der Zeit auf. UV-Licht und Schmutzbestandteile aus der Luft lagern sich auf Naturstein ebenso ab wie auf Betonstein und hinterlassen nach einiger Zeit einen grauen Schleier. Steine mit unterschiedlichen Färbungen sehen weniger prächtig aus, verlieren ihre Kontraste und wirken grau und verwaschen. Außerdem wird die Oberfläche der Steine angegriffen, wenn eine mechanische Beanspruchung vorhanden ist. Zu einer solchen kommt es allein durch die Benutzung der Wege oder der Terrasse, denn das Darüberlaufen erzeugt immer auch eine gewisse Reibung. Auch wenn diese minimal ist, sorgt sie dennoch dafür, dass die Steinoberfläche angeraut wird. An diese rauen Stellen setzen sich Ablagerungen fest und die Steine wirken in ihrer Gesamtheit weniger klar. Im Gegenteil, sie bekommen eine Patina, die wie bei älteren Gebäuden mit Kupferverkleidungen ein Zeichen würdevollen Alterns ist, sondern vielmehr von der dringend nötigen professionellen Reinigung zeugt.

Was macht die professionelle Pflasterreinigung?

Pflasterreinigung Flechten

Pflasterreinigung Flechten

Es gilt nun also, Flechten und Moos zu entfernen, Verfärbungen und Ablagerungen zu beseitigen und dafür zu sorgen, dass Betonstein und Naturstein wieder im ursprünglichen Glanz erstrahlen. Eine professionelle Pflasterreinigung bzw. eine Terrassenreinigung vom Profi geht für ein perfektes Ergebnis in mehreren Schritten vor. Zum einen wird eine Grundreinigung durchgeführt, bei der unter Einsatz von Wasser die Oberfläche von allem gereinigt wird, was sich im Laufe der Zeit dort abgesetzt hat. Zum anderen wird die Oberfläche imprägniert. Gerade bei der Steinplattenreinigung sind die Unterschiede vor und nach der Imprägnierung deutlich zu sehen, weil es sich hier um die Reinigung großer Einzelplatten handelt. Das Auge sieht sofort, wenn die Oberfläche durch die Imprägnierung aufgefrischt wird. Die Terrassenreinigung oder Pflasterreinigung ist nach dem Füllen der Fugen beendet. Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn zum einen können sich in dem lockeren Quarzsand Unkräuter schlechter halten. Ihre Wurzeln können sich kaum verankern, das Wachstum ist deutlich eingeschränkt. Außerdem können ausgespülte Fugen für eine deutlich geringere Festigkeit der gepflasterten Flächen sorgen. Das kann soweit gehen, dass sich einzelne Steine oder Steinplatten lösen lassen! Mit dem Auffüllen der Fugen hingegen wird dieser Gefahr kein Raum gegeben.

Bei der professionellen Steinplattenreinigung wird in der Regel auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet, da diese, wie oben bereits erwähnt, die Steinoberflächen sehr stark angreifen können. Wir setzen auf natürliche Mittel wie Wasser, um das Übel zu beseitigen! Vor allem mit Heißwasser lassen sich Schmutz, Flechten und Moos sowie Ablagerungen auf Betonstein und Naturstein sehr gut entfernen und selbst raue oder unebene Oberflächen werden bis zur letzten Steinritze gereinigt. Beim Einsatz der Reinigungsgeräte achten wir streng darauf, die Umgebung vor Spritzwasser zu schützen, weshalb die Geräte mit einer speziellen Absaugvorrichtung versehen sind. Nach der Grundreinigung wird der Boden nochmals mit klarem Wasser abgespült, danach folgt das Aufbringen der Imprägnierung. Als letzten Schritt nehmen wir das Verfüllen mit Quarzsand vor, sodass Ihre Pflasterfläche am Ende scheint, als wäre sie neu verlegt worden. Sie haben nun wieder lange Zeit Freude an Ihrer Terrasse oder Ihrem gepflasterten Weg! Zusätzlich kann eine Steinsanierung vorgenommen werden, bei der schadhafte und angeraute Stellen mit einem speziellen Mittel ausgeglichen bzw. verfüllt werden. Die Oberfläche wird versiegelt, sodass die Steine fast wie neu aussehen.

Dennoch können Sie auch einige Dinge selbst tun, um die professionelle Steinplattenreinigung nicht häufiger als unbedingt nötig in Anspruch nehmen zu müssen. Fegen Sie die gepflasterte Flächen regelmäßig und entfernen Sie kleine Unkräuter gleich, wenn Sie sie sehen. Beginnendes Mooswachstum dämmen Sie am besten mit einem Fugenkratzer ein. Seien Sie dabei aber bitte vorsichtig und kratzen Sie nicht zu viel Fugenmaterial heraus! Tipp: Stellen Sie sich einen kleinen Vorrat an Quarzsand auf Lager, sodass Sie kleinere Löcher in den Fugen schnell selbst wieder verfüllen können.

Sind die Pflasterflächen mit viel Sand verschmutzt, sollte dieser umgehend abgefegt oder noch besser abgewaschen werden. Beim Fegen werden kleinste Steinchen nicht beseitigt, diese bewirken aber eine unglaubliche Reibung! Sie schmirgeln die Oberfläche der Steine ab und sorgen für kleinste Kratzer, in denen sich Ablagerungen schnell wieder festsetzen können. Auch Flechten und Moos fühlen sich dort pudelwohl und werden schon bald diese kleinen Rillen und Ritzen belagern.

Wie häufig muss die Terrassenreinigung durchgeführt werden?

Es ist keineswegs so, dass es feste Reinigungsintervalle bei der Steinplattenreinigung oder bei der Reinigung von gepflasterten Wegen gibt. Der Grad der Verschmutzung ist dabei entscheidend und dieser lässt sich nur nach dem optischen Erscheinungsbild korrekt beurteilen. Im Jahr nach der Verlegung von Natursteinen oder Betonsteinen bedürfen diese meist noch keiner professionellen Reinigung, was allerdings auch mit der Lage der Pflasterfläche zu tun hat. Wenn sich eine Terrasse unter Bäumen und damit dauerhaft im Schatten befindet, ist diese deutlich anfälliger als der Weg zum Gartentor, der in der vollen Sonne angelegt worden ist. „Kleine Schattengewächse“ wie Moos und Algen fühlen sich unter den Bäumen deutlich wohler und finden rasch einen Weg, sich dort anzusiedeln.

Die Reinigungsintervalle sind außerdem davon abhängig, inwieweit der Grundstücksbesitzer selbst Hand anlegt und für die Reinigung sorgt. Wer zwischendurch den Anfängen wehrt und die ersten Unkräuter oder eine beginnende Moosbildung direkt entfernt, verhindert das allzu schnelle Verbreiten derselben. Sie werden sich erst nach und nach ansiedeln können und keinen Weg finden, sich zu rasch zu verbreiten. Entscheiden Sie daher selbst, wann die Zeit für eine professionelle Reinigung gekommen ist und wenden Sie sich an uns. Sie sorgen damit für einen langfristig tollen Eindruck Ihrer Pflasterfläche!

Vorsichtsmaßnahmen für eine schöne Pflasterfläche

Sie können neben der regelmäßigen Reinigung einiges dafür tun, damit Ihre Terrasse oder die übrigen gepflasterten Flächen lange Zeit schön aussehen. Beanspruchen Sie sie nicht zu stark: Nicht alle Steinplatten sind für das Befahren mit Fahrzeugen gedacht! Schon bei der Auswahl der Pflastersteine sollten Sie daher die künftige Belastung derselben bedenken und sich beispielsweise bei Hof- und Garageneinfahrten für möglichst kleinflächige Steine entscheiden. Große Steinplatten sind eher etwas für Wege, die nur zu Fuß begangen werden oder eben für die Terrasse. Achten Sie auch auf die Kanten und darauf, dass diese weit genug in den Boden eingelegt werden. Werden zu weit nach oben stehende Kanten allzu häufig beansprucht, brechen diese leicht aus und hier hilft keine professionelle Reinigung mehr! Abgebrochene Pflasterkanten wirken ungepflegt und machen den Eindruck selbst einer gut gereinigten und imprägnierten Pflasterfläche kaputt.

Was kostet die professionelle Pflaster- und Terrassenreinigung?

Natürlich können wir die professionelle Pflasterreinigung nicht umsonst anbieten, doch sie ist günstiger, als Sie wahrscheinlich denken! Der Preis ist von verschiedenen Faktoren abhängig und richtet sich unter anderem nach den folgenden Punkten:

  • Größe der zu reinigenden Pflasterfläche
  • Grad der Verschmutzung
  • eventuelle besondere Vorsichtsmaßnahmen
  • (personeller) Aufwand bei der Reinigung
  • Dauer der Arbeiten
  • Anfahrtsweg