Die Stadt Göttingen ruft Bürger dazu auf, Igeln vor dem Winter zu helfen. Die örtliche Igel-Pflegestelle ist bereits stark mit verletzten und unterernährten Tieren ausgelastet. Für Gartenbesitzer gilt als Vorsichtsmaßnahme: Lassen Sie Mähroboter im Herbst nicht in der Dämmerung oder nachts fahren. Eine konkrete kommunale Sperrzeit nennt der Göttinger Aufruf nicht.
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ToggleGöttingen bittet um Hilfe für Igel
Die Stadt Göttingen wirbt für Maßnahmen, die Igeln das Überwintern erleichtern. Verletzte Tiere werden immer wieder durch Mähroboter gefährdet. Auch andere nachtaktive Tiere können von den Geräten verletzt werden.
Die Stadt empfiehlt geschützte Bereiche, etwa in einem Schuppen, auf einem überdachten Balkon oder auf dem Dachboden. Außerdem werden neu gebaute Schlaf- und Futterhäuser benötigt. Wer sich an der Unterstützung beteiligen möchte, kann sich an eine Igel-Pflegestelle wenden.
Auch einfache Veränderungen im Garten helfen: Durchgänge im Zaun ermöglichen Igeln, zwischen Grundstücken zu wandern. Wilde Ecken bieten Rückzugsraum. Der Verzicht auf Insektizide zählt ebenfalls zu den von der Stadt genannten kleinen Hilfen.
Warum Mähzeiten eine Rolle spielen
Igel sind nachts aktiv. Bei Gefahr rollen sie sich zusammen, statt davonzulaufen. Ein Mähroboter kann sie deshalb schwer verletzen oder töten. Auch Kröten, Eidechsen und andere kleine Tiere sind gefährdet. Geräte erkennen Tiere und niedrige Hindernisse nicht immer zuverlässig; in einem Test wurden Hindernisse unter fünf Zentimetern als mögliche Problemfälle genannt.
Schalten Sie den Roboter deshalb bei einsetzender Dämmerung aus und lassen Sie ihn über Nacht stehen. Prüfen Sie die Zeitplanung am Gerät oder in der Steuerung, damit ein automatischer Mähplan den Roboter nicht trotzdem startet. Diese Vorsichtsregel ist eine allgemeine Empfehlung zum Schutz nachtaktiver Tiere, keine von der Stadt Göttingen veröffentlichte Verbotsregel.
Was Sie jetzt im Garten tun können
- Ändern Sie die Mähzeiten. Legen Sie den Betrieb auf Tagesstunden und stoppen Sie den Roboter vor der Dämmerung. Kontrollieren Sie auch gespeicherte Zeitpläne.
- Lassen Sie Rückzugsorte stehen. Eine wilde Gartenecke und Laubhaufen können Igeln Schutz bieten. Harken Sie Laub nicht gründlich aus möglichen Winterquartieren heraus: Tiere können sich bereits darin aufhalten.
- Schaffen Sie Durchgänge. Ein Igeltunnel im Gartenzaun kann den Tieren den Wechsel zwischen Grundstücken erleichtern.
- Verzichten Sie auf Insektizide. Das nennt die Stadt als eine der kleinen Maßnahmen, mit denen Bürger Igeln helfen können.
- Fragen Sie eine Pflegestelle, wenn Sie mithelfen möchten. Die Stadt verweist Interessierte direkt an die örtlichen Igel-Pflegestellen.
Laub nicht vorschnell entfernen
Im Herbst ist ein aufgeräumter Garten nicht immer die beste Wahl für die Tiere. Laubhaufen dienen Igeln als Winterquartier und bieten Schutz. Wer sie umsetzt oder wegharkt, kann einen bereits eingezogenen Igel stören oder verletzen. Lassen Sie solche Rückzugsorte daher möglichst unberührt.
Die Stadt nennt Schuppen, überdachte Balkone und Dachböden als mögliche geschützte Bereiche. Die Göttinger Hinweise nennen Schuppen, überdachte Balkone und Dachböden als mögliche Orte, machen aber keine näheren Angaben zur konkreten Einrichtung. Wer mithelfen möchte, kann sich direkt an eine Igel-Pflegestelle wenden.
Jetzt Mähplan und Rückzugsorte prüfen
Kontrollieren Sie Ihren Mähroboter-Zeitplan und schalten Sie das Gerät in der Dämmerung und nachts aus. Lassen Sie Laubhaufen und wilde Ecken als mögliche Schutzplätze bestehen. So verringern Sie Risiken für Igel, ohne den Garten im Herbst vollständig aufzuräumen.
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