Sturmtief Manja brachte am Sonntag, 25. Oktober 2026, Sturmböen in die Region Braunschweig. Feuerwehren waren im Landkreis Wolfenbüttel bereits mit der Beseitigung von Sturmschäden beschäftigt; im Landkreis Goslar waren Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Prüfen Sie jetzt, ob Äste oder Bäume auf Ihrem Grundstück beschädigt wurden, und halten Sie sich von unsicheren Bereichen fern.
Inhaltsverzeichnis
ToggleWas Manja in der Region anrichtete
Warnungen am Sonntag, 25. Oktober
Der Deutsche Wetterdienst warnte an diesem Sonntag unter anderem für Braunschweig, Salzgitter, Peine und Wolfenbüttel vor Sturmböen. Erwartet wurden dort Windgeschwindigkeiten von 55 bis 65 km/h. In Schauernähe und an exponierten Stellen waren Böen um 75 km/h möglich. Für den südlichen Teil des Landkreises Gifhorn galten ebenfalls Sturmwarnungen; im Norden wurden Windböen erwartet. Diese Angaben beziehen sich auf die damalige Prognose, nicht auf die Wetterlage am heutigen Mittwoch, 28. Oktober.
Umgestürzte Bäume und Einsätze
Im Landkreis Goslar waren Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Auch Wanderwege waren betroffen. Im Landkreis Wolfenbüttel waren Feuerwehren schon am Sonntagmorgen mit der Beseitigung von Sturmschäden beschäftigt. Die Berichterstattung warnte zudem vor abbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen. Viele Bäume trugen noch Laub und boten dem Wind dadurch eine größere Angriffsfläche als im Winter.
Die Meldungen belegen Schäden in der Region, aber keine vollständige Bilanz für private Grundstücke in Braunschweig oder den umliegenden Gemeinden. Ein unbeschädigtes Straßenbild sagt deshalb wenig über einzelne Gärten aus. Äste können in Kronen hängen bleiben oder erst später auffallen.
Was Grundstückseigentümer jetzt prüfen sollten
Privatgarten: Bäume und Äste aus sicherer Entfernung ansehen
Gehen Sie den Garten zunächst vom Boden aus durch. Achten Sie besonders auf abgebrochene oder hängengebliebene Äste sowie auf Bäume, die sichtbar schief stehen oder deren Krone beschädigt wirkt. Schauen Sie auch auf Bereiche, die von Wegen oder Sitzplätzen aus nicht gut zu sehen sind. Gehen Sie dafür nicht unter einen beschädigten Baum und steigen Sie nicht auf eine Leiter. Eine Sichtkontrolle ersetzt keine fachliche Beurteilung, wenn der Zustand eines Baumes unklar ist.
Mietobjekt und Gewerbefläche: Beobachtungen weitergeben
Bei vermieteten Häusern und Wohnanlagen sollten Eigentümer oder Verwaltungen die gemeinschaftlichen Außenbereiche prüfen lassen und auffällige Stellen dokumentieren. Informieren Sie Bewohner, wenn ein Weg oder ein Bereich wegen herabhängender Äste vorübergehend gemieden werden sollte. Auf Gewerbeflächen gilt das ebenso für Zufahrten, Eingänge und regelmäßig genutzte Wege. Die Quellen nennen keine besonderen Vorgaben für Vermieter oder Gewerbebetriebe; entscheidend ist hier zunächst, Gefahrenstellen zu erkennen und den Zugang dazu zu vermeiden.
Notieren Sie, wo Sie Schäden entdecken, und machen Sie Fotos, sofern das aus sicherer Entfernung möglich ist. So lässt sich bei einer späteren Begutachtung klar beschreiben, welche Stelle betroffen ist. Räumen Sie Äste nicht eigenhändig weg, wenn sie unter Spannung stehen, in einer Baumkrone hängen oder sich nahe an Leitungen befinden.
In fünf Schritten vorgehen
Kontrolle und Absicherung
- Grundstück von sicheren Wegen aus abgehen. Beginnen Sie mit Bäumen und Ästen an Hauseingängen, Wegen und Zufahrten.
- Gefahrenbereiche meiden. Stellen Sie sich nicht unter hängende Äste und halten Sie andere Personen von auffälligen Stellen fern.
- Schäden festhalten. Fotografieren Sie sichtbare Schäden nur, wenn Sie dafür nicht in den Gefahrenbereich gehen müssen.
- Unsichere Bäume beurteilen lassen. Bei beschädigten Kronen, hängenden Ästen oder unklarem Stand sollte eine fachkundige Person die Lage einschätzen.
- Weitere Informationen prüfen. Die Sturmwarnungen in den Quellen bezogen sich auf den 25. Oktober. Für die aktuelle Wetterlage sollten Sie eine aktuelle Warnung heranziehen.
Keine riskante Eigenarbeit
Ein Ast, der noch an der Krone hängt, kann sich unerwartet lösen. Auch ein umgestürzter oder stark beschädigter Baum lässt sich nicht zuverlässig allein anhand eines kurzen Blicks beurteilen. Versuchen Sie deshalb nicht, schwere Äste selbst abzusägen oder einen Baum mit Geräten zu beseitigen, wenn die Situation unsicher ist. Die Quellen enthalten keine Angaben zu konkreten Schäden auf einzelnen Grundstücken und erlauben keine Einschätzung, welche Bäume vor Ort standsicher sind.
Wann Fachkenntnis gefragt ist
Beschädigte Bäume nicht vorschnell bearbeiten
Wenn ein Baum schief steht, die Krone beschädigt ist oder Äste hoch oben festhängen, kann eine Beurteilung durch einen Fachbetrieb sinnvoll sein. Das gilt besonders, wenn der Baum an einem Gebäude, einem Weg oder einer Zufahrt steht. Ob ein Baum tatsächlich gefällt oder nur bearbeitet werden muss, lässt sich aus der Meldung zu Manja nicht ableiten. Eine Entscheidung sollte erst nach Prüfung des konkreten Zustands fallen.
Erst Sicherheit, dann Aufräumen
Die Sturmberichte zeigen, dass umgestürzte Bäume und herabfallende Äste in der Region Einsätze und Straßensperrungen auslösten. Räumen Sie daher nicht um jeden Preis sofort auf. Sperren Sie einen betroffenen Bereich nach Möglichkeit ab, ohne sich selbst zu gefährden, und lassen Sie riskante Arbeiten geeigneten Fachleuten. Für den heutigen Tag nennen die vorliegenden Quellen keine neue Warnung und keine besondere Frist zur Kontrolle.
Das Wichtigste: Prüfen Sie Bäume und Äste auf Ihrem Grundstück, aber nur aus sicherer Entfernung. Hängende Äste und erkennbar beschädigte Bäume sind kein Fall für eine spontane Leiteraktion. Halten Sie die Stelle frei und lassen Sie unklare Schäden fachkundig beurteilen.
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