Garten- & Landschaftsbau
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Teichbau

Ein Was­ser­fall oder ein Bach­lauf im Gar­ten wird in der Regel von einer Was­ser­pum­pe ange­trie­ben, die das Was­ser aus dem Teich oder einem Becken ansaugt. Bie­gun­gen und Tie­fen­un­ter­schie­de in einem Fluss füh­ren zu loka­len Unter­schie­den in der Fließ­ge­schwin­dig­keit. Pflan­zen und Tie­re mögen das sehr ger­ne. Ein mehr­fa­cher Was­ser­fall kann auch aus scha­len­för­mi­gen Tei­len her­ge­stellt wer­den. In die­sen kann das Was­ser ste­hen blei­ben, wenn der Was­ser­fall nicht fließt, was auch Was­ser­pflan­zen und ‑tie­ren Über­le­bens­chan­cen bie­tet. Wenn ein Bach nur als peri­odi­scher Was­ser­ab­fluss genutzt wird – zum Bei­spiel durch den Über­lauf einer Regen­ton­ne oder eines Regen­rohrs – wird er regel­mä­ßig tro­cken fal­len. Infol­ge­des­sen kann das aqua­ti­sche Leben auf­grund der scha­len­för­mi­gen For­ma­tio­nen dau­er­haft sein.

Ein Bach mit unter­schied­li­cher Brei­te und Tie­fe (zwi­schen 10 und 50 cm), mit Stei­nen im Was­ser­lauf und san­di­gen oder fel­si­gen Ufern ist ein Augen­schmaus. Das Plät­schern des Was­sers hat eine äußerst beru­hi­gen­de Wir­kung. Ein Höhen­un­ter­schied von 1 bis 2 cm pro Meter Län­ge reicht aus, um das Was­ser zum Flie­ßen zu brin­gen. Oft wird ein Was­ser­fall am Ran­de eines Tei­ches mit Was­ser aus die­sem Teich gespeist. Bit­te ach­ten Sie dar­auf, dass die Was­ser­be­we­gung im Teich nicht zu groß ist. Dadurch wer­den die natür­li­chen Tem­pe­ra­tur­zo­nen im Teich gestört. Da nur weni­ge Was­ser­pflan­zen in schnell flie­ßen­dem Was­ser wach­sen wol­len, beschränkt sich die Bepflan­zung in der Regel auf tro­cke­ne Ufer­pflan­zen in der Nähe des Baches.

Teichbau für einen natürlichen Teich im Garten
Teich­bau für einen natür­li­chen Teich im Garten

Teichbau

Was gehört zum Teichbau?

Vorbereitungen für den Teichbau

Einen Teich als schö­ne Ergän­zung zu Ihrem Gar­ten anzu­le­gen ist ein­fa­cher, wenn Sie gut vor­be­rei­tet sind. Fol­gen Sie die­sem ein­fa­chen Schritt-für-Schritt-Plan, wenn Sie den Teich Ihrer Träu­me anle­gen möchten.

Gartengestaltung

Ein Teich ist immer ein Teil Ihrer kom­plet­ten Gar­ten­ge­stal­tung. Haben Sie selbst einen Ent­wurf gemacht oder über­las­sen Sie dies einem Spe­zia­lis­ten im Bereich Gar­ten- und Land­schafts­bau?

Der beste Zeitraum für den Teichbau

Die bes­te Zeit, um einen Teich anzu­le­gen, sind die Mona­te März und April. So hat der Teich Zeit, wäh­rend der Wachs­tums­pe­ri­ode ein bio­lo­gi­sches Gleich­ge­wicht auf­zu­bau­en. Was auch mög­lich ist, ist um Sep­tem­ber und Okto­ber her­um. Dann kön­nen Sie den gesam­ten Teich anle­gen, ihn aber noch nicht mit Was­ser­pflan­zen fül­len. Dies wird nur im Früh­jahr gemacht.

Bestimmen Sie die Tiefe des Teichs

Der nächs­te Schritt besteht dar­in, die Tie­fe des Teichs zu bestim­men. Bei Teich­pflan­zen hat jede Pflan­ze ihre eige­nen Vor­lie­ben. Daher ist es wich­tig zu wis­sen, in wel­chem Teil des Teichs Sie wel­che Was­ser­pflan­zen ein­set­zen kön­nen. Wenn Sie einen Teich mit unter­schied­li­chen Tie­fen anle­gen, kön­nen Sie aus einer grö­ße­ren Viel­falt an Was­ser­pflan­zen wäh­len als bei einem Teich mit glei­cher Tiefe.

Um das Teich­was­ser sau­ber und klar zu hal­ten, soll­ten Sie auch einen Platz für einen Helo­phy­ten­fil­ter oder ein natür­li­ches Fil­ter­sys­tem aus bestimm­ten rei­ni­gen­den Was­ser­pflan­zen in Betracht ziehen.

Beginnen Sie mit dem Bau Ihres Teiches
Begin­nen Sie mit dem Bau Ihres Teiches

Beginnen Sie mit dem Bau Ihres Teiches

Der ers­te Arbeits­schritt beim Bau Ihres Tei­ches ist das Aus­he­ben. Hier müs­sen Sie berück­sich­ti­gen, dass Sie mehr Erde aus­he­ben, als der Teich groß und tief sein wird. Denn Sie benö­ti­gen eine Schicht wei­ßen San­des, um den Boden zu befes­ti­gen, und viel­leicht auch einen Rand aus Pflas­ter­stei­nen. Um zu ver­mei­den, dass beim Gra­ben Grund­was­ser in den zukünf­ti­gen Teich ein­dringt, ist es wich­tig zu wis­sen, wie tief der Grund­was­ser­spie­gel ist. Die­se kön­nen Sie in der Regel irgend­wo im Inter­net fin­den. Wenn der Grund­was­ser­spie­gel nor­ma­ler­wei­se zu hoch ist, kön­nen Sie ent­we­der das Was­ser abpum­pen oder den Teich am Ende des Som­mers ausheben.

Wenn Sie einen Teich mit unter­schied­li­chen Tie­fen anle­gen wol­len, begin­nen Sie damit, den gesam­ten Teich in der gerings­ten Tie­fe aus­zu­he­ben. Dann gra­ben Sie Ebe­ne für Ebe­ne wei­ter. Las­sen Sie den Aus­hub­vor­gang nicht zu lan­ge dau­ern, denn dann besteht die Gefahr, dass die Sei­ten einstürzen.

Bodenschutz auftragen

Wei­ßer Sand wird auf alle hori­zon­ta­len Flä­chen auf­ge­tra­gen. Die­ser Sand sorgt dafür, dass das Grund- oder Regen­was­ser nicht nach oben auf die Teich­fo­lie drückt, son­dern über die Sei­ten abfließt. Eine spe­zi­el­le Schutz­de­cke soll­te auf den Sand gelegt wer­den. Zusam­men mit dem Sand ver­hin­dert dies Schä­den an der Teichfolie.

Anbringen der Teichfolie

Teich­fo­li­en wer­den ver­wen­det, um den Teich was­ser­dicht zu machen. Es sind ver­schie­de­ne Typen und Dicken erhält­lich. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie bei Ihrem Teich­händ­ler oder Gar­ten­cen­ter vor Ort. Die benö­tig­te Men­ge an Folie lässt sich leicht mit der fol­gen­den For­mel berechnen:

Länge = maximale Teichlänge in cm + (2 x maximale Tiefe in cm) + (2 x 70 cm)
Breite = maximale Teichbreite in cm + (2 x maximale Tiefe in cm) + (2 x 70 cm)

Drü­cken Sie die Folie so gut wie mög­lich an die Wän­de und den Boden, und legen Sie sie nicht zu fest an. Die Folie wird beim Befül­len wei­ter zur Sei­te und nach unten gedrückt. Fal­ten soll­ten hier kein The­ma sein. Sobald der Teich bio­lo­gisch aktiv wird, bil­den sie ein gutes Ver­steck für Wasserlebewesen.

Las­sen Sie min­des­tens 50 cm Teich­fo­lie über den Rän­dern lie­gen und gestal­ten Sie den Teich wie gewünscht.

Füllen Sie den Teich mit Wasser

Fül­len Sie den Teich vor­zugs­wei­se mit Lei­tungs­was­ser. Grund­was­ser ver­ur­sacht nor­ma­ler­wei­se einen brau­nen oder trü­ben Teich. Es ist sinn­voll, die Was­ser­uhr im Auge zu behal­ten, denn dann wis­sen Sie genau, wie viel Was­ser im Teich ist. Das ist gut zu wis­sen, wenn Sie mit Teich­pfle­ge­pro­duk­ten etwas für die Was­ser­qua­li­tät tun müssen.

Begin­nen Sie nach dem Befül­len des Teichs mit dem Tes­ten der Was­ser­qua­li­tät. Mes­sen Sie den Här­te­grad (GH-Wert) des Was­sers. Die­ser Wert soll­te bei 12 lie­gen und kann mit einem natür­li­chen Teich­auf­be­rei­ter wie GH Plus erhöht wer­den. Von nun an soll­ten Sie auch jede Woche die rich­ti­gen Bak­te­ri­en hin­zu­fü­gen, um ein gutes bio­lo­gi­sches Gleich­ge­wicht auf­zu­bau­en. Lesen Sie hier mehr über natür­li­che Teichpflegeprodukte.

Auswahl der Wasserpflanzen

Begin­nen Sie bei der Aus­wahl der Was­ser­pflan­zen natür­lich mit dem, was Ihnen gefällt, aber berück­sich­ti­gen Sie auch den Auf­bau eines bio­lo­gi­schen Gleich­ge­wichts und die gewünsch­te Tie­fe für bestimm­te Pflan­zen. Ver­wen­den Sie dazu das Zonen­sys­tem, um Schritt für Schritt durch die Viel­falt der Ufer­pflan­zen, Sumpf­pflan­zen, Was­ser­pflan­zen, See­ro­sen, Sauer­stoff­pflan­zen und Schwimm­pflan­zen zu gehen.

Teich- und Wasserpflanzen Zone 1Teich- und Wasserpflanzen Zone 2Teich- und Wasserpflanzen Zone 3Teich- und Wasserpflanzen Zone 4Teich- und Wasserpflanzen Zone 5Teich- und Wasserpflanzen Zone 6

Uferpflanzen Zone 1

Nied­ri­ge, Boden bede­cken­de Ufer­pflan­zen tar­nen den Rand des Teichs wäh­rend die höhe­ren Arten mit ihren Sten­geln und Blü­ten ent­lang des Ufers für Volu­men und Struk­tur sor­gen. Pflan­zen sind ein Genuss für die Augen. Es gibt enor­me Varia­tio­nen in Far­be, For­men und Abmes­sun­gen. Die bio­lo­gi­sche Funk­ti­on für das Teich­mi­lieu wird bei den Ufer­pflan­zen auch vor allem durch die Wachs­tums­ka­pa­zi­tät bestimmt.Je mehr Nähr­stof­fe sie aus dem Was­ser zie­hen kön­nen des­to bes­ser wach­sen sie. Und das ver­rin­gert die Chan­ce von Algenwuchs.

Sumpfpflanzen Zone 2

Wegen der enor­men Vari­an­ten aus Far­be, For­men und Grö­ßen kön­nen Sie mit Sumpf­pflan­zen Ihren Teich rich­tig anzie­hend gestal­ten. Die bio­lo­gi­sche Funk­ti­on von Sumpf­pflan­zen für das Teich­mi­lieu wird auch vor allem durch die Wachs­tums­ka­pa­zi­tät bestimmt. Je mehr Nähr­stof­fe, des­to bes­ser kön­nen sie gedei­hen und des­to mehr sor­gen sie für Sauer­stoff im Was­ser. Auch die Sumpf­pflan­zen sind daher von gro­ßer Bedeu­tung für das natür­li­che Gleichgewicht.

Wasserpflanzen Zone 3

Was­ser­pflan­zen sind Pflan­zen die (wenn nicht voll­stän­dig unter­ge­taucht) im Was­ser gedei­hen. Dazu gehö­ren natür­lich auch alle Pflan­zen, die im Salz (Meer)Wasser wach­sen. Vor einem hal­ben Jahr­hun­dert war die Aus­wahl noch sehr begrenzt und hat­ten wil­de Arten noch die Ober­hand beim Ange­bot (abge­se­hen von See­ro­sen, die schon viel frü­her kul­ti­viert wur­den, den­ken Sie an die Gemäl­de von Monet). Die­ses hat sich aber sehr schnell geän­dert. Süß­was­ser­pflan­zen sind in zwei Grup­pen unter­teilt: Was­ser­pflan­zen und Sumpf- oder Ufer­pflan­zen. Sumpf- oder Ufer­pflan­zen sind Pflan­zen, die nur mit ihren unters­ten Aus­läu­fern (meis­tens Wur­zeln) im Was­ser oder nas­sen Boden wachsen.

Seerosen Zone 4

Eine schö­ne See­ro­se (Nymphaea) mit vie­len Blü­ten setzt Ihrem Teich die Kro­ne auf. Aber sie haben auch eine wich­ti­ge bio­lo­gi­sche Auf­ga­be. Sie neh­men Nähr­stof­fe aus dem Was­ser auf wodurch Algen­wuchs beschränkt wird. See­ro­sen lie­ben Fische im Was­ser, die hal­ten näm­lich Insek­ten und Was­ser­schne­cken von ihnen fern. Anders­her­um auch, Teich­fi­sche suchen bei dro­hen­der Gefahr durch hung­ri­ge Rei­her gern Schutz unter den Blät­tern einer schö­nen Seerose.

Sauerstoffpflanzen Zone 5

Sauer­stoff­pflan­zen wach­sen schnell und hal­ten den Teich klar und algen­frei. Sie wach­sen unter Was­ser und neh­men Nähr­stof­fe über das Blatt aus dem Was­ser auf und geben Sauer­stoff ab. Sie bil­den daher auch eine wich­ti­ge Basis für das natür­li­che Gleich­ge­wicht im Teich und sind äußerst nütz­lich um das Was­ser klar und gesund zu hal­ten. Das Wachs­tum wird bestimmt durch das vor­han­de­ne Licht, die Tem­pe­ra­tur (12–25°C), Nähr­stof­fe, die Was­ser­qua­li­tät und CO2. Wenn sie schlecht oder gar nicht wach­sen kann die Ursa­che immer bei der Was­ser­qua­li­tät und einem zu nied­ri­gen CO2 Ange­bot gesucht wer­den. Die Gefahr von Algen­wachs­tum nimmt dann schnell zu.

Schwimmpflanzen Zone 6

Schwimm­pflan­zen sind ide­al für neue Tei­che weil sie CO2 direkt aus der Luft auf­neh­men. Sie wach­sen schnell und stel­len gerin­ge Ansprü­che an die Was­ser­qua­li­tät. Durch ihr enor­mes Wachs­tum sind sie so wert­voll, auch unter Umstän­den bei denen die Sauer­stoff­pflan­zen ver­sa­gen. Die Grup­pe der Schwimm­pflan­zen ist nicht so groß, sicher­lich nicht wenn wir nur die ein­hei­mi­schen Sor­ten betrach­ten. Aber auch wenn sie nicht so arten­reich sind stel­len sie doch eine sehr nütz­li­che und in eini­gen Fäl­len essen­ti­el­le Grup­pe Was­ser­pflan­zen dar. Für ein natür­li­ches Gleich­ge­wicht und kla­res Was­ser sind Schwimm­pflan­zen oft unverzichtbar.

Das Schwimm­ver­mö­gen ver­dan­ken die­se Pflan­zen ihren mit Luft gefüll­ten Blät­tern, wäh­rend des­sen die im Was­ser hän­gen­den Wur­zeln die Nähr­stof­fe auf­neh­men. Im Gegen­satz zu der Grup­pe der unter Was­ser wach­sen­den Sauer­stoff­pflan­zen sind Schwimm­pflan­zen für ihr Wachs­tum nicht auf das im Was­ser vor­han­de­ne CO2 angewiesen.

Schwimmpflanzen wie Seerosen sind ideal für neue Teiche.
Schwimm­pflan­zen wie See­ro­sen sind ide­al für neue Teiche.

Helophyten-Filter

Ein Helo­phy­ten­fil­ter ist ein natür­li­ches Fil­ter­sys­tem, in dem gute Bak­te­ri­en das Was­ser sau­ber hal­ten. Porö­ses Mate­ri­al, wie z.B. Lava guter Qua­li­tät, kom­bi­niert mit Sub­strat oder Kies kann die Bak­te­ri­en beher­ber­gen. Die bes­ten was­ser­rei­ni­gen­den Pflan­zen wer­den in der Lava plat­ziert. Ver­wen­den Sie dazu etwa 8–10 Was­ser­pflan­zen pro m2. Die­se Was­ser­rei­ni­gungs­pflan­zen absor­bie­ren die Nähr­stof­fe im Was­ser, so dass Algen kei­ne Chan­ce haben und die Was­ser­qua­li­tät auf einem hohen Niveau gehal­ten wird.

Sobald Ihr Teich ange­legt ist, kön­nen Sie ihn genie­ßen. Je nach Jah­res­zeit müs­sen Sie von Zeit zu Zeit eini­ge War­tungs­ar­bei­ten durchführen.

Teichbau und Gartenplanung in der Nähe
Teich­bau und Gar­ten­pla­nung in der Nähe

Teichbau in der Nähe

Staats GaLa­Bau ist Ihr kom­pe­ten­ter Ansprech­part­ner für den Teich­bau und die Teich­sa­nie­rung aus Uet­ze für den Raum Han­no­ver, Pei­ne, Gif­horn, Cel­le, Braun­schweig. Ger­ne betreu­en wir ihre Teich­an­la­gen, Was­ser­läu­fe und Gar­ten-Was­ser­fäl­le um eine gesun­de Was­ser­qua­li­tät zu erhal­ten, mit dem Ziel von kla­rem und hygie­nisch ein­wand­frei­en Teich­was­ser für gesun­de Fische und Pflanzen.

Teich­bau – Natur­na­her Kleingarten
Die Kreis­grup­pe Mün­chen des Lan­des­bunds für Vogel­schutz möch­te in die­sem Klein­gar­ten zei­gen, wie sich mit wenig Platz natur­nah Gärt­nern lässt. Beim Bau dabei sind: Pla­ne­rin Miri­am Hen­ning, vom LBV Sophia Engel und Mari­on Dorsch, Gärt­ner­meis­ter Gerald Fuchs und vie­le frei­wil­li­ge Hel­fe­rin­nen und Helfer.
Der natur­na­he Kleingarten

Natur­gar­ten­pla­ne­rin Miri­am Hen­ning hat den Gar­ten geplant. Mit Gemü­se­bee­ten, Tro­cken­mau­ern, Blu­men­wie­sen und einem klei­nen Teich. Und der Teich ist auch das ers­te Pro­jekt der Umge­stal­tung der Par­zel­le. Laut ört­li­cher Gar­ten­ord­nung darf der Teich nicht grö­ßer als 6 m² und nicht tie­fer als 80 cm sein. Eine Her­aus­for­de­rung, denn die Teich­gru­be darf nicht zu steil wer­den, sonst das wür­de Teich­sub­strat abrut­schen. Der Teich soll aber min­des­tens 60 cm tief wer­den, damit sich im Som­mer das Was­ser nicht zu sehr erwärmt. Die Lösung: zwei Sei­ten des Teichu­fers wer­den mit Steil­ufern abge­fan­gen. Für die Mau­ern kom­men alte Wasch­be­ton­plat­ten und Klin­ker zum Ein­satz, die ohne­hin schon im Gar­ten vor­han­den sind.

Und so lief der Bau des klei­nen Teichs ab:

  • Grund­flä­che des Teichs mar­kie­ren- Teich­gru­be aus­he­ben, etwas tie­fer als die spä­te­re Teichtiefe
  • Steil­ufer abste­chen, die rest­li­chen Ufer flach ausmodellieren
  • Rand­leis­ten waa­ge­recht montieren
  • Schutzvlies ein­le­gen (schützt die Folie vor spit­zen Stei­nen und Wurzeln)
  • EPDM-Folie aus­le­gen
  • wei­te­res Schutzvlies aus­le­gen (bedeckt die Folie, hält das Teichsubstrat)

Die Mate­ria­li­en
Die Rand­leis­ten aus recy­cel­tem Kunst­stoff sor­gen für ein gleich­mä­ßi­ges Was­ser­ni­veau des Teichs. Auch im natur­na­hen Gar­ten kommt man manch­mal nicht um künst­li­che Mate­ria­li­en her­um. Die Teich­fo­lie besteht aus Kunst-Kau­tschuk. Im Gegen­satz zu PVC-Foli­en ent­hält sie kei­ne Weich­ma­cher und ist recy­c­le­bar. Sie lässt sie sich leicht ver­le­gen und hält gut 20 Jahre.

Mau­er aus Beton­plat­ten
Die Beson­der­heit die­ses klei­nen Teichs sind die Steil­ufer. Denn um den gesam­ten Boden flach zu gestal­ten, müss­te der Teich grö­ßer sein. Beim Mau­er­bau kom­men jetzt die alten Plat­ten zum Ein­satz. Die wur­den vor­her abge­wa­schen, damit kei­ne Nähr­stof­fe in den Teich getra­gen wer­den. Gerald Fuchs schich­tet die alten Beton­plat­ten so auf, dass immer wie­der Lücken offen­blei­ben. Denn Libel­len­lar­ven, Was­ser­kä­fern oder Mol­chen, die sich hof­fent­lich im spä­te­ren Teich ansie­deln wer­den, ist es egal, ob sie sich zwi­schen Natur­stei­nen oder Beton­plat­ten ver­ste­cken kön­nen. Und das Schö­ne an sol­chen „Recy­cling­mau­ern“: kei­ne sieht aus wie die Andere.

Teich­sub­strat und Pflan­zen
Ist die Mau­er fer­tig, wird das Teich­sub­strat ein­ge­füllt. Nor­ma­ler Gar­ten­bo­den kommt nicht infra­ge, er ent­hält zu vie­le Nähr­stof­fe und för­dert so das Algen­wachs­tum. Miri­am Hen­ning setzt auf ein nähr­stoff­ar­mes Gemisch aus Sand und Lehm. Zeit­glich wird der Teich lang­sam mit Was­ser befüllt. Dabei ver­hin­dert eine an den Schlauch ange­schlos­se­ne Gieß­kan­ne, dass der Boden auf­wir­belt. Bei den Was­ser­pflan­zen setzt Miri­am Hen­ning aus­schließ­lich auf hei­mi­sche Arten. Für jede Tie­fen­zo­ne gibt es die pas­sen­den Pflan­zen. Zum Bei­spiel für das sump­fi­ge Ufer Bach-Nel­ken­wurz, Sumpf-Ziest und Sumpf-Storch­schna­bel; für die Flach­was­ser­zo­ne bis 20 cm Fie­ber­klee, Was­ser­fe­der und Gel­be Schwert­li­lie; für die Tie­fen­zo­ne See­kan­ne und Schwimm­blatt­pflan­zen wie die Krebs­sche­re. Im letz­ten Schritt ver­tei­len Miri­am Hen­ning und Mari­on Dorsch noch Roll­kies. So ist von der Folie bald nichts mehr zu sehen. Und über das fla­che Ufer kön­nen Tie­re aus oder in den Teich gelangen.

Das Ergeb­nis
Vie­le Hel­fe­rin­nen und Hel­fer haben über meh­re­re Tage etli­che Stun­den Arbeit in den Bau des Tei­ches gesteckt. Eini­ge Wochen spä­ter zeigt sich: der Plan ist auf­ge­gan­gen. Das Was­ser ist klar und die Pflan­zen sind ange­wach­sen. Und auch die ers­ten Tie­re sind zu sehen. Libel­len, Mol­che, Frö­sche und ver­schie­de­ne Was­ser­kä­fer ent­deckt man bereits nach kur­zer Zeit. Und durch das nähr­stoff­ar­me Sub­strat und die sau­be­ren Beton­plat­ten muss Mari­on Dorsch kaum Algen aus dem Teich fischen. Der ers­te Bau­ab­schnitt des neu­en natur­na­hen Klein­gar­tens ist geschafft. Als nächs­tes ste­hen unter ande­rem Blu­men­wie­sen, Tro­cken­mau­ern und Gemü­se­bee­te auf dem Plan.

Video Tran­skript

Aus die­ser Par­zel­le
in der Klein­gar­ten­an­la­ge Nord­west 1 in Mün­chen
soll ein natur­na­her Schau­gar­ten wer­den,
ange­legt vom Lan­des­bund für Vogel­schutz.
Wir wol­len einen Teich anle­gen.
Ist noch ein Weg dahin, aber ich stel­le es mir schön vor.
Das Pro­blem ist auch: Man weiß nie, was man aus­gräbt.
Hier sind jetzt alte Zie­gel­stei­ne mit drin
und da die­se Beton­mau­er.
Das alles hält dich halt auch auf.
Teil­wei­se wer­den die Mau­ern, weil es Steilmau­ern sind,
befes­tigt mit Stei­nen, und da kön­nen wir das Zeug super ver­brau­chen.
Wasch­be­ton­plat­ten wol­len wir da neh­men, die gan­zen Bruch­stü­cke,
aus­ge­gra­be­ne Sachen.
Ich hof­fe, wir müs­sen nix dazu­kau­fen,
aber ich glau­be eigent­lich nicht.
Darf ich dir den geben?
Alles muss den hier gül­ti­gen Klein­gar­ten­vor­schrif­ten ent­spre­chen.
Der Teich darf daher nicht grö­ßer als 6 Qua­drat­me­ter
und nicht tie­fer als 80 cm sein.
Was du zu tief aus­ge­schach­tet hast und wie­der auf­fül­len musst,
das wird nach­her nach­sa­cken,
weil es eben weich ist.
Dann tut man sich manch­mal schwer damit,
wenn die Din­ge nach­sa­cken
und der Teich­rand an einer Stel­le tie­fer liegt,
als es eigent­lich beab­sich­tigt war.
Das Schö­ne am Was­ser ist, es ist unbarm­her­zig in Waa­ge.
Und ein Zen­ti­me­ter kann da schon was aus­ma­chen.
Die Her­aus­for­de­rung ist hier,
das pas­sen­de Böschungs­ge­fäl­le zu fin­den.
Zu steil wür­de alles abrut­schen,
und dann kommt es zu häss­li­chen, sicht­ba­ren, nack­ten Foli­en.
Ich hof­fe, dass wir das hin­krie­gen, dass es nicht so aus­sieht,
son­dern dass es rela­tiv natür­lich aus­schaut.
Das wär so der Plan, die Vor­stel­lung,
die ich vor mei­nem inne­ren Auge habe.
Das ist im Moment noch rela­tiv weit weg davon.
Der Teich soll min­des­tens 60 cm tief wer­den,
damit sich im Som­mer das Was­ser nicht zu sehr erwärmt.
Mit einer Leh­re kon­trol­liert Miri­am Hen­ning die Stei­gung.
Der Lan­des­bund für Vogel­schutz möch­te zei­gen,
wie sich mit wenig Platz natur­nah gärt­nern lässt.
Der Teich ist der Anfang.
Gerald Fuchs ver­legt gera­de das Schutzvlies für die Folie.
Irgend­wie müs­sen wir die­sen Fal­ten­ver­hau
mög­lichst in eine Fal­te, also es ist anders als beim Gesicht …
Eine Fal­te, wenn es geht.
Und wenn nicht, sind es halt zwei Fal­ten.
Irgend­wie muss es auch optisch,
auch wenn man es anschlie­ßend nicht sieht, zusam­men­pas­sen.
Also, fin­de ich jeden­falls.
Das schaut doch ganz anders aus, als wenn da so ein Ver­hau liegt, oder?
Dar­um geht es doch.
Und ich kann bar­fuß arbei­ten, das ist das Schö­ne dar­an.
Für ein gleich­mä­ßi­ges Was­ser­ni­veau des Teichs
sor­gen Rand­leis­ten aus recy­cel­tem Kunst­stoff.
Auch im natur­na­hen Gar­ten kommt man manch­mal
nicht um künst­li­che Mate­ria­li­en her­um.
Die Teich­fo­lie besteht aus Kunst-Kau­tschuk.
Im Gegen­satz zu PVC-Foli­en ent­hält sie kei­ne Weich­ma­cher
und ist recy­cel­bar.
Sie lässt sie sich leicht ver­le­gen und hält gut 20 Jah­re.
Dann folgt ein wei­te­res Vlies.
Ich hab vor­ge­schla­gen einen Teich zu machen,
der innen nicht noch Berei­che mit nack­ter Folie hat,
son­dern so all­mäh­lich ansteigt …
Gut, wir sind bis an die Gren­zen gegan­gen,
aber wir hof­fen, dass das Sub­strat auf der Schrä­ge hält
und dass es von innen aus­schaut wie ein natür­li­cher Teichboden.

Teich­bau mit Gesang.
Um den gesam­ten Boden flach zu gestal­ten,
müss­te der Teich grö­ßer sein.
Die Lösung: Ein Steil­ufer mit einer Mau­er.
Dabei kom­men jetzt die alten Plat­ten zum Ein­satz.
Die wur­den vor­her abge­wa­schen,
damit kei­ne Nähr­stof­fe in den Teich getra­gen wer­den.
Es schaut im ers­ten Moment wahr­schein­lich etwas …
Mich wür­de es im ers­ten Moment erschla­gen, weil Wasch­be­ton.
Aber ande­rer­seits, in ein paar Mona­ten,
wenn alles ein­ge­grünt ist und Algen wach­sen und das gan­ze Grün­zeug,
man wird davon gar nix mehr sehen.
Klar, als Gärt­ner, mein Gärt­ner­herz wür­de natür­lich sagen:
“Wir neh­men jetzt Por­phyr oder Gra­nit oder einen Kalk­stein
und bau­en eine schö­ne Mau­er.“
Aber es ist mal was ande­res.
Libel­len­lar­ven, Was­ser­kä­fern oder Mol­chen,
die sich hof­fent­lich im spä­te­ren Teich ansie­deln wer­den,
ist es ohne­hin egal,
ob sie sich zwi­schen Natur­stei­nen oder Beton­plat­ten
ver­ste­cken kön­nen.
Das Schö­ne an sol­chen “Recy­cling­mau­ern”:
Kei­ne sieht aus wie die ande­re.
Es ist halt ein Puz­zle­spiel.
Man sieht es ja sel­ber.
Aus dem Mate­ri­al, was weg­ge­schmis­sen wer­den soll­te,
irgend­wie was eini­ger­ma­ßen Brauch­ba­res zusam­men­zu­bas­teln.
Aber das ist dann die Frei­heit des Künst­lers,
aus dem gan­zen Mate­ri­al irgend­was zu gestal­ten.
Und wie so eine Mau­er am Ende aus­sieht,
lässt sich nie genau pla­nen.
Nächs­ter Schritt: Das Teich­sub­strat.
Nor­ma­ler Gar­ten­bo­den kommt nicht infra­ge,
er ent­hält zu vie­le Nähr­stof­fe und för­dert so das Algen­wachs­tum.
Miri­am Hen­ning setzt auf ein nähr­stoff­ar­mes Gemisch
aus Sand und Lehm.
Wir ver­su­chen,
einen mög­lichst natur­na­hen Teich­bo­den nach­zu­bil­den.
Man kann das dann gut gegen Auf­wir­beln
auch noch mit Kies nach­her abde­cken, aber erst, wenn Pflan­zen drin sind.
Beim Befül­len ver­hin­dert
eine an den Schlauch ange­schlos­se­ne Gieß­kan­ne, dass der Boden auf­wir­belt.
Gut, passt, oder?
Jetzt ist voll auf­ge­dreht.
Jetzt läuft es über.
Zeit­gleich geht’s ans Set­zen der Was­ser­pflan­zen.
Und zwar aus­schließ­lich hei­mi­sche Arten.
Dann ist es fast geschafft.
Wir wer­den mit dem Teich heu­te fer­tig.
Ich find, es ist bis­her gut gewor­den, schaut gut aus,
vom Zeit­plan passt es eigent­lich auch.
Man kann es vor­her immer nicht genau sagen,
aber ich bin zufrie­den auf jeden Fall.
Ich hof­fe, dass es am Ende öko­lo­gisch funk­tio­niert.
Dass das Was­ser klar bleibt,
wenigs­tens in den grö­ße­ren Tei­len des Jah­res klar bleibt.
Wäre schön, wenn es so sein wür­de.
Aber ob es denn so ist, sieht man natür­lich erst hin­ter­her.
Was man jetzt schon sieht:
Der Teich­bo­den hat das pas­sen­de Gefäl­le.
Das Sub­strat bleibt auf der Schrä­ge lie­gen
und rutscht nicht ab.
Im letz­ten Schritt ver­tei­len Miri­am Hen­ning und Mari­on Dorsch
noch Roll­kies.
So ist von der Folie bald nichts mehr zu sehen.
Und über das fla­che Ufer kön­nen Tie­re aus dem oder in den Teich gelan­gen.
Vie­le Hel­fe­rin­nen und Hel­fer haben über meh­re­re Tage
etli­che Stun­den Arbeit in den Bau des Tei­ches gesteckt.
Doch hat sich der Auf­wand gelohnt?
Eini­ge Wochen spä­ter zeigt sich: Der Plan ist auf­ge­gan­gen.
Das Was­ser ist klar und die Pflan­zen sind ange­wach­sen.
Das war ja wirk­lich vor­her die Rasen­flä­che sozu­sa­gen.
Wir haben da von null ange­fan­gen und ja,
jetzt ist da ein­fach auch schon Leben drin in dem Teich.
Das ist echt total schön zu sehen.
Schon ein oder zwei Wochen, nach­dem der Teich fer­tig war,
haben wir eini­ge Libel­len­ar­ten gese­hen,
die Eier abge­legt haben.
Das ist echt schön,
dass die dann gleich kom­men und man das gleich beob­ach­ten kann.
Und durch das nähr­stoff­ar­me Sub­strat und die sau­be­ren Beton­plat­ten
muss Mari­on Dorsch kaum Algen aus dem Teich fischen.
Der ers­te Bau­ab­schnitt des neu­en natur­na­hen Klein­gar­tens
ist geschafft.
Als Nächs­tes ste­hen u.a.
Blu­men­wie­sen,
Tro­cken­mau­ern und Gemü­se­bee­te auf dem Plan.
Wer kein Video mehr ver­pas­sen möch­te, der kann unse­ren Quer­beet-You­Tube-Chan­nel
natür­lich jeder­zeit abon­nie­ren und schaut vor allem aber auch
in der BR-Media­thek vor­bei.
Da gibt’s noch mehr Sen­dun­gen und auch Vide­os von Querbeet.

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