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Wildblumengarten

Einen Wildblumengarten mit einer Wildblumenwiese anlegen

Ein Wild­blu­men­gar­ten klingt sehr ver­lo­ckend. Man denkt an lan­ge Streif­zü­ge durch die Wäl­der, an das Sam­meln von Mate­ri­al und dann an den Spaß beim Anle­gen eines wirk­lich wild­wach­sen­den Gärten.

Vie­le Leu­te sagen, dass sie mit einem sol­chen Gar­ten über­haupt kein Glück haben. Das ist kei­ne Fra­ge des Glücks, son­dern eine Fra­ge des Ver­ständ­nis­ses, denn Wild­blu­men sind wie Men­schen und jede hat ihre Per­sön­lich­keit. Was eine Pflan­ze in der Natur gewöhnt ist, begehrt sie immer. Wenn sie aus ihren gewohn­ten Lebens­be­din­gun­gen ent­fernt wird, wird sie krank und stirbt. Das ist genug, um uns zu sagen, dass wir die Natur selbst kopie­ren soll­ten. Neh­men wir an, Sie sind auf der Jagd nach Wild­blu­men. Wenn Sie bestimm­te Blu­men aus dem Wald aus­su­chen, ach­ten Sie auf den Boden, den Ort, die Bedin­gun­gen, die Umge­bung und die Nach­barn, in denen sie wachsen.

Neh­men wir an, Sie fin­den Hah­nen­tritt und Veil­chen und Wind­blu­men, die nahe bei­ein­an­der wach­sen. Dann pflan­zen Sie sie so in Ihren eige­nen neu­en Gar­ten. Ange­nom­men, Sie fin­den ein bestimm­tes Veil­chen, das sich an einer offe­nen Lage erfreut; dann soll­te es immer die glei­che haben. Sie ver­ste­hen, wor­um es geht, nicht wahr? Wenn Sie möch­ten, dass Wild­blu­men in einem zah­men Gar­ten wach­sen, dann sor­gen Sie dafür, dass sie sich dort wohl füh­len. Täu­schen Sie ihnen vor, dass sie fast glau­ben, sie sei­en noch in ihrer Heimat.

Wild­blu­men soll­ten nach der Blü­te­zeit umge­pflanzt wer­den. Neh­men Sie eine Schau­fel und einen Korb mit in den Wald. Wenn Sie eine Ake­lei oder eine Leber­blüm­chen­pflan­ze aus­gra­ben, ach­ten Sie dar­auf, dass Sie etwas von der Erde der Pflan­ze mit­neh­men, die Sie bei der Umpflan­zung um sie her­um ver­tei­len müssen.

Das Beet, in das die­se Pflan­zen gesetzt wer­den sol­len, soll­te vor Ihrer Rei­se sorg­fäl­tig vor­be­rei­tet wer­den. Sicher­lich möch­ten Sie die Pflan­zen nicht zurück­brin­gen, um einen Tag oder eine Nacht vor dem Ein­pflan­zen zu war­ten. Sie soll­ten sofort in ihr neu­es Quar­tier ein­zie­hen. Das Beet braucht Wald­bo­den, tief und reich­hal­tig und voll von Laub­schim­mel. Die Drai­na­ge unter dem Boden soll­te aus­ge­zeich­net sein. Dann dür­fen die Pflan­zen nicht in was­ser­ge­sät­tig­ten Boden kom­men. Man­che Leu­te den­ken, dass alle Holz­pflan­zen einen mit Was­ser gesät­tig­ten Boden haben soll­ten. Aber der Wald selbst ist nicht wassergesättigt.

Es kann sein, dass Sie Ihren Gar­ten sehr tief umgra­ben und den Boden mit Stei­nen bede­cken müs­sen. Dar­über soll­te die obe­re Erde kom­men. Und dar­auf, wo sich die obe­re Erde befand, legen Sie eine neue Schicht des rei­chen Bodens, den Sie aus dem Wald mit­ge­bracht haben.

Wäs­sern Sie den Boden vor dem Pflan­zen gut. Wenn Sie dann Plät­ze für die Pflan­zen schaf­fen, geben Sie in jedes Loch etwas von der Erde, die zu der Pflan­ze gehört, die dort gepflanzt wer­den soll.

Ich den­ke, es wäre ein schö­ner Plan, einen Wild­blu­men­gar­ten anzu­le­gen, in dem vom frü­hen Früh­ling bis zum spä­ten Herbst eine Rei­he von Pflan­zen blü­hen. Dann kommt der April mit der schö­nen Ake­lei, den klei­nen Blau­stern­chen und der wil­den Geranie.

Im Mai gibt es das Hah­nen­tritt-Veil­chen und das Busch­wind­rös­chen, den fal­schen Salo­mons­sie­gel, den Tul­pen­bock, das Nacht­pfau­en­au­ge, die Blut­wurz und die Veil­chen. Im Juni gibt es die Glo­cken­blu­me, Königs­ker­ze, Bie­nen­me­lis­se und Fin­ger­hut. Für den Juli wür­de ich das fröh­li­che Schmet­ter­lings­kraut wäh­len. Las­sen Sie Schild­krö­ten­kopf, Aster und Köni­gin-Annen-Spit­ze den Rest der Sai­son bis zum Frost brillieren.

Las­sen Sie uns ein wenig über die Vor­lie­ben und Abnei­gun­gen die­ser Pflan­zen spre­chen. Wenn Sie ein­mal ange­fan­gen haben, wer­den Sie die­se Wild­blu­men­lis­te immer wei­ter ergänzen.

Es gibt niemanden, der die Hepatica im Wildblumengarten nicht liebt
Wild­blu­men­gar­ten: Es gibt nie­man­den, der die Hepa­ti­ca nicht liebt

Es gibt nie­man­den, der die Hepa­ti­ca nicht liebt. Noch bevor der Früh­ling rich­tig begon­nen hat, streckt die­se klei­ne Blu­me ihren Kopf her­aus und stellt alles ande­re in den Schat­ten. Ver­steckt unter einer Decke aus tro­cke­nen Blät­tern war­ten die Blü­ten auf einen war­men Son­nen­strahl, der sie zum Vor­schein bringt. Die­se embryo­na­len Blü­ten wer­den zusätz­lich durch eine flau­schi­ge Hül­le geschützt. Das erin­nert an eine ähn­li­che Schutz­hül­le, die neue Farn­blät­ter haben.

Im Früh­jahr ver­schwen­det eine Hepa­ti­ca-Pflan­ze kei­ne Zeit damit, sich ein neu­es Blatt­kleid zuzu­le­gen. Sie lässt ihre alten Blät­ter so lan­ge ste­hen, bis die Blü­te­zeit vor­bei ist. Dann haben die neu­en Blät­ter, die sicher schon vor­her begon­nen haben, eine Chan­ce. Die­se ver­zö­gern sich und sind bereit, in der nächs­ten Sai­son zu helfen. 

Sie fin­den Leber­blüm­chen in Büscheln, sozu­sa­gen in Fami­li­en­ver­bän­den. Man fin­det sie an eher offe­nen Stel­len in den Wäl­dern. Der Boden wird als reich­hal­tig und locker emp­fun­den. Sie soll­ten also nur an halb­schat­ti­gen Plät­zen und unter guten Boden­be­din­gun­gen gepflanzt wer­den. Wenn Sie sie zusam­men mit ande­ren Gehöl­zen pflan­zen, soll­ten Sie ihnen einen eher expo­nier­ten Stand­ort geben, damit sie die ers­te Früh­lings­son­ne ein­fan­gen kön­nen. Sie soll­ten die Leber­blüm­chen im Herbst mit einer leich­ten Laub­schicht bede­cken. In den letz­ten Febru­ar­ta­gen, wenn das Wet­ter nicht extrem ist, ent­fer­nen Sie die­se Laub­ab­de­ckung. Sie wer­den sehen, dass die Hepa­ti­ca-Blü­ten bereit sind, ihre Köp­fe in die Höhe zu strecken.

Die Früh­lings­schön­heit lässt sich von der Hepa­ti­ca kaum über­ho­len. Mit ihrer wei­ßen Blü­te, die zar­te Spu­ren von Rosa auf­weist, dem dün­nen, drah­ti­gen Stän­gel und den schma­len, gras­ar­ti­gen Blät­tern ist die­se Früh­lings­blu­me nicht zu ver­wech­seln. Sie fin­den die Früh­lings­schön­hei­ten in gro­ßen Bee­ten an eher offe­nen Stel­len. Pflan­zen Sie eini­ge der Wur­zeln ein und las­sen Sie die Son­ne gut an sie her­an­kom­men. Denn die­se Pflan­ze liebt die Sonne.

Die ande­re erwähn­te März­blu­me ist der Stein­brech (Saxif­ra­ge). Die­se Pflan­ze gehört in eine ganz ande­re Umge­bung. Es han­delt sich um eine Pflan­ze, die an tro­cke­nen und fel­si­gen Orten wächst. Oft fin­det man sie in Fels­spal­ten. Es gibt eine alte Sage, nach der sich die Wur­zeln des Stein­brechs um Fel­sen win­den und sich in sie hin­ein­ar­bei­ten, so dass der Fel­sen selbst spal­tet. Jeden­falls ist er eine Stein­gar­ten­pflan­ze. Ich habe ihn an tro­cke­nen, san­di­gen Stel­len direkt am Rand eines gro­ßen Fel­sens gefun­den. Sie hat wei­ße Blü­ten­bü­schel auf behaar­ten Stielen.

Wildblumengarten - Akelei
Wild­blu­men­gar­ten – Akelei

Die Ake­lei ist eine wei­te­re Pflan­ze, die sehr wahr­schein­lich an fel­si­gen Stel­len zu fin­den ist. Wenn Sie unter einem Fels­vor­sprung ste­hen und nach oben schau­en, sehen Sie hier und da in Fels­spal­ten eine oder meh­re­re Ake­lei­pflan­zen. Die nicken­den roten Köp­fe wip­pen auf drah­ti­gen, schlan­ken Stängeln.

Die Wur­zeln drin­gen nicht tief in den Boden ein, oft sind sie sogar kaum vom Boden bedeckt. Nur weil die Ake­lei wenig Erde hat, heißt das nicht, dass ihr die Boden­ver­hält­nis­se gleich­gül­tig sind. Denn sie hat schon immer unter guten Drai­na­ge­be­din­gun­gen gelebt und soll­te dies auch wei­ter­hin tun. Ich fra­ge mich, ob es Ihnen auf­ge­fal­len ist, wie hygie­nisch Pflan­zen wirk­lich sind? Viel fri­sche Luft, eine gute Drai­na­ge und gute Nah­rung sind für Pflan­zen von grund­le­gen­der Bedeutung.

Beim Stu­di­um die­ser Pflan­zen wird deut­lich, wie ein­fach es ist, her­aus­zu­fin­den, was Pflan­zen mögen. Nach­dem Sie ihre Gefüh­le stu­diert haben, machen Sie nicht den Feh­ler, sie alle unter schlech­ten Drai­na­ge­be­din­gun­gen zusammenzukauern.

Ich habe immer ein Gefühl der per­sön­li­chen Zunei­gung für die Blau­stern­chen. Wenn sie kom­men, habe ich immer das Gefühl, dass sich die Din­ge im Frei­en nun lang­sam ein­pen­deln. Sie begin­nen mit üppi­gen, hüb­schen, klei­nen, zar­ten blau­en Blü­ten. Wenn der Juni immer hei­ßer wird, ver­blasst ihre Far­be ein wenig, bis sie manch­mal ganz abge­nutzt und weiß aus­se­hen. Man­che Leu­te nen­nen sie Quä­ker­frau­en, ande­re Unschuld. Unter jedem Namen sind sie bezau­bernd. Sie wach­sen in Kolo­nien, manch­mal in son­ni­gen Fel­dern, manch­mal am Stra­ßen­rand. Dar­aus ler­nen wir, dass sie das offe­ne Son­nen­licht mehr schät­zen als den Boden.

Wenn Sie sich eine Blu­me wün­schen, die Sie pflü­cken und für Sträu­ße ver­wen­den kön­nen, dann ist die wil­de Gera­nie nicht Ihre Blu­me. Sie fällt nach dem Pflü­cken sehr schnell ab und lässt fast sofort ihre Blü­ten­blät­ter fal­len. Aber die pur­pur­nen Blü­ten sind auf­fäl­lig und die Blät­ter sind zwar recht grob, aber tief ein­ge­schnit­ten. Letz­te­res ver­leiht der Pflan­ze eine gewis­se Kühn­heit, die sehr attrak­tiv ist. Die Pflan­ze wächst in eher feuch­ten, teil­wei­se schat­ti­gen Wald­ab­schnit­ten. Ich mag die­se Pflan­ze im Gar­ten. Sie sorgt für eine schö­ne und dau­er­haf­te Far­be, solan­ge die Blü­te­zeit andau­ert, denn es gibt kei­nen Grund, sie zu pflücken.

Es gibt unzäh­li­ge Wild­blu­men, die ich hät­te vor­schla­gen kön­nen. Die­se habe ich nicht zum Zweck eines Blu­men­füh­rers genannt, son­dern nur, um Ihnen zu zei­gen, wie Sie die Boden­be­din­gun­gen für die Anla­ge eines Wild­blu­men­gar­tens unter­su­chen können.

Wenn Sie Ergeb­nis­se fürch­ten, neh­men Sie nur eine oder zwei Blu­men und stu­die­ren Sie nur das, was Sie aus­wäh­len. Wenn Sie sich mit eini­gen weni­gen ver­traut gemacht haben, fügen Sie Ihrem Gar­ten in einem ande­ren Jahr wei­te­re hin­zu. Ich glau­be, dass Sie Ihren wil­den Gar­ten am meis­ten lie­ben wer­den, bevor Sie mit ihm fer­tig sind. Es ist ein ech­tes Stu­di­um, wie Sie sehen.

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