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Foodscaping Geschäft aufbauen

Foodscaping Geschäft aufbauen

Was ist Foodscaping?

Food­s­ca­ping ist ein moder­ner Begriff für die Inte­gra­ti­on von ess­ba­ren Pflan­zen in deko­ra­ti­ve Land­schaf­ten. Es wird auch als ess­ba­re Land­schafts­ge­stal­tung bezeich­net und als Kreu­zung zwi­schen Land­schafts­bau und Land­wirt­schaft beschrie­ben. Als Ideo­lo­gie zielt Food­s­ca­ping dar­auf ab zu zei­gen, dass ess­ba­re Pflan­zen nicht nur kon­su­mier­bar sind, son­dern auch wegen ihrer ästhe­ti­schen Qua­li­tä­ten geschätzt wer­den kön­nen. Food­s­ca­ping-Räu­me wer­den als mul­ti­funk­tio­na­le Land­schaf­ten gese­hen, die nicht nur optisch attrak­tiv sind, son­dern auch ess­ba­re Erträ­ge liefern.

Frü­her hat­te fast jeder Haus­be­sit­zer einen klei­nen Gemü­se­gar­ten, um über die Run­den zu kom­men. Food­s­ca­ping war eine Hin­ter­tür, um in Zei­ten von Wirt­schafts­kri­sen und Krie­gen den Hun­ger zu bekämp­fen. Dann kam der Boom, die Super­märk­te waren voll mit Lebens­mit­teln und der Begriff “sai­so­na­les Gemü­se” gehör­te der Ver­gan­gen­heit an.

Ein Anfängerleitfaden für den Aufbau eines Foodscaping-Geschäfts

Ein Gast­bei­trag von Sophia Hasan, Grün­de­rin und Besit­ze­rin von Culi­na­ry Gar­dens in Naper­vil­le, IL

Vor fast zwei Jah­ren fing ich an, mehr Infor­ma­tio­nen und Insta­gram-Posts über Gär­ten und Food­s­ca­ping zu sehen. Bis dahin hat­te ich ver­schie­de­ne Jobs aus­pro­biert, aber nichts hat mich wirk­lich begeis­tert. Ich wag­te den Sprung ins kal­te Was­ser und mel­de­te mein eige­nes Unter­neh­men an. Ich hat­te dem Unter­neh­mer­tum abge­schwo­ren. Ich hat­te mir Unter­neh­mer immer als gro­ße Risi­ko­trä­ger und Geld­ver­wal­ter vor­ge­stellt, und ich wuss­te, dass das nicht wirk­lich zu mir pass­te. Aber inzwi­schen habe ich gelernt, dass es nicht so sein muss. Klein anzu­fan­gen und lang­sam zu wach­sen ist das, was für mich funktioniert.

Ich bin so froh, dass ich mei­nem Bauch­ge­fühl gefolgt bin und es ein­fach ver­sucht habe. Irgend­et­was sag­te mir, dass das mein Ding sein wür­de. Und ich hat­te Recht. Ich grün­de­te mein Unter­neh­men Culi­na­ry Gar­dens in Naper­vil­le, Illi­nois, um viel­be­schäf­tig­ten Fami­li­en zu hel­fen, ess­ba­re Pflan­zen in ihren Gar­ten ein­zu­bau­en. Mit der Pan­de­mie ist ein neu­es Bewusst­sein für die Ernäh­rungs­si­cher­heit ent­stan­den und hat ein neu­es Inter­es­se an ess­ba­ren Pflan­zen und Food­s­ca­ping geweckt.

Ich habe vor allem mit Pri­vat­kun­den gear­bei­tet und hof­fe, dass ich in Zukunft auch Ter­ras­sen für Restau­rants anle­gen kann. Mei­ne Erfah­run­gen sind sehr berei­chernd und ich freue mich, wenn sich Fami­li­en für ihre Gär­ten und Außen­be­rei­che begeistern.

Ein Anfängerleitfaden für den Aufbau eines Foodscaping-Geschäfts
Ein Anfän­ger­leit­fa­den für den Auf­bau eines Foodscaping-Geschäfts

Foodscaping Ausbildung

Ich bin ein auto­di­dak­ti­scher Gärt­ner und habe durch die Gar­ten­ar­beit auf mei­nem eige­nen Grund­stück gelernt. Ich habe die Flä­chen, die ich für Food­s­ca­ping nut­ze, erwei­tert und sogar einen Klein­gar­ten gepach­tet, um mehr Platz zu haben. Ich bin immer neu­gie­rig und bereit, mehr zu ler­nen, damit ich mei­nen Kun­den bes­ser hel­fen kann. Mein Vater war schon immer sehr an Gar­ten­ar­beit inter­es­siert und er ist mei­ne Inspi­ra­ti­on, die­sen sehr loh­nen­den Teil mei­nes Geschäfts wei­ter­zu­füh­ren. Ich bin immer ein Schü­ler und ler­ne immer dazu. Es gibt Pflan­zen, von denen ich noch nie gehört habe, und ich ler­ne stän­dig dazu. In die­sem Jahr sind die Erd­kir­sche und der Mönchs­pfef­fer neu für mich. Durch Ver­such und Irr­tum ler­ne ich, und ich fül­le Wis­sens­lü­cken, indem ich mich mit ande­ren Gar­ten­bau­ex­per­ten unter­hal­te und Kur­se in einem ört­li­chen Arbo­re­tum besuche.

Wege, dein Wissen um Foodscaping zu erweitern

Ich ermu­ti­ge jeden, der Food­s­ca­ping in sein eige­nes Ange­bot auf­neh­men möch­te, so viel Erfah­rung wie mög­lich zu sam­meln. Hier sind eini­ge Tipps für ange­hen­de Foodscaper:

  • Kon­sul­tie­re loka­le Exper­ten. Sei neu­gie­rig und erkun­di­ge dich bei der Land­wirt­schafts­be­ra­tung oder dem Bota­ni­schen Gar­ten dei­nes Bun­des­lan­des, wel­che Work­shops, Ver­öf­fent­li­chun­gen oder Vor­trä­ge ange­bo­ten wer­den. Frag, ob sie Food­s­ca­ping-Instal­la­tio­nen in ihren Land­schaf­ten haben. Erkun­di­ge dich, ob es die Mög­lich­keit gibt, den haus­ei­ge­nen Exper­ten für Food­s­ca­ping zu tref­fen, um bes­ser zu ver­ste­hen, was in dei­ner Regi­on gut wächst.
  • Nut­ze dei­ne eige­ne Food­s­ca­ping-Land­schaft zum Expe­ri­men­tie­ren. Begin­ne damit, ess­ba­re Sträu­cher wie Him­bee­ren und Blau­bee­ren in dei­ner eige­nen Land­schaft zu pflan­zen, um her­aus­zu­fin­den, was sie brau­chen, um in dei­ner Regi­on zu gedei­hen. Erkun­di­ge dich bei dei­ner ört­li­chen Gärt­ne­rei, wel­che Sor­ten in dei­ner Regi­on wach­sen und wel­che Anfor­de­run­gen sie haben.
  • Ver­tie­fe dein Wis­sen. Eini­ge gute Bücher sind: Food­s­ca­ping von Char­lie Nard­oz­zi, The Food­s­cape Revo­lu­ti­on: Fin­ding a bet­ter way to make room for food and beau­ty von Brie Arthur und Edi­ble Land­s­ca­ping von Rosa­lind Cre­a­sy. Ich emp­feh­le auch den Pod­cast The Food Gar­den Life und den Pod­cast von Joe the Gar­de­ner. Er hat eini­ge Fol­gen zum The­ma Food­s­ca­ping, die es wert sind, ange­hört zu wer­den. Einer der inspi­rie­rends­ten Food­s­caper über­haupt ist Chris­ti­an Douglas!
  • Kon­tak­tie­re den Ver­band der Land­schafts­gärt­ner in dei­nem Bun­des­land. Erkun­di­ge dich, wel­che Semi­na­re oder Vor­trä­ge sie zum The­ma Food­s­ca­ping anbie­ten. Dies ist eine wach­sen­de Nische im Land­schafts­bau und die Bran­che hat das erkannt. Mach sie dar­auf aufmerksam!

Beginne mit Standortplanung, Boden- und Wasserkenntnissen

Eini­ge der häu­figs­ten Her­aus­for­de­run­gen sind die Wahl des Stand­orts, Boden­pro­ble­me und die Bewäs­se­rung. Bei der Stand­ort­wahl sind sich die Bewohner/innen nicht sicher, wo sie ess­ba­re Pflan­zen anbau­en sol­len, damit sie sich in die bestehen­de Land­schaft ein­fü­gen. Zu den Fak­to­ren, die bei der Stand­ort­wahl eine Rol­le spie­len, gehö­ren die Son­ne, die Zugäng­lich­keit und der Schat­ten von hohen Gebäu­den, die alle­samt ein Hin­der­nis für den Erfolg sein kön­nen. Begin­ne damit, dei­ne Stand­ort­be­rei­che oder alle Umwelt­ein­flüs­se, die sich auf dei­nen Stand­ort aus­wir­ken kön­nen, genau zu bestimmen.

Der Boden ist ein Schlüs­sel­ele­ment, das oft ver­nach­läs­sigt wird. Die Men­schen ver­ges­sen, sich um ihren Boden zu küm­mern. Kom­post und orga­ni­sche Stof­fe sind ent­schei­dend für die Struk­tur und Gesund­heit des Bodens. Der PH-Wert ist für alle Pflan­zen wich­tig, aber eini­ge brau­chen etwas mehr Säu­re als ande­re, z. B. Hei­del­bee­ren, Süß­kar­tof­feln und Rosen­kohl. Pool PH-Test­kits kön­nen ver­wen­det wer­den, um den Boden zu tes­ten, eben­so wie Boden­son­den mit zwei Zinken.

Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung ist die Bewäs­se­rung. Es gibt hier so viel zu berich­ten, aber hier sind ein paar Tipps.

Ich mag die Fin­ger­test-Metho­de und fin­de, dass sie eine gute Mög­lich­keit ist, um zu sehen, wie feucht der Boden in der Tie­fe ist. Ste­cke dei­nen Fin­ger bis zum zwei­ten Fin­ger­knö­chel hin­ein, um den Feuch­tig­keits­ge­halt zu bestim­men. Wenn sich der Boden tro­cken anfühlt, kannst du ihn gie­ßen. Wenn sich der Boden feucht anfühlt, war­te ein oder zwei Tage und prü­fe erneut.

Ich gie­ße am liebs­ten mor­gens, wenn die Hit­ze des Tages noch eini­ge Stun­den ent­fernt ist. Auf die­se Wei­se erlei­det die Pflan­ze kei­nen Tem­pe­ra­tur­schock. Außer­dem trock­net das Laub beim mor­gend­li­chen Gie­ßen ab, was gut ist. Ein wei­te­rer Trick ist, die Pflan­ze nur auf Boden­hö­he zu gie­ßen und nicht von oben über das gan­ze Laub. Die Blät­ter brau­chen kein Bad (aber die Wur­zeln hät­ten ger­ne etwas Was­ser!) Und schließ­lich soll­test du nicht zu viel Was­ser geben. Wenn du das tust, ertränkst du buch­stäb­lich die Wur­zeln. Der Boden hat Was­ser­ta­schen, und wenn du zu viel wäs­serst, kön­nen die­se Taschen ver­stop­fen und die Wur­zeln bekom­men nicht mehr die Luft, die sie brauchen.

Früher hatte fast jeder Hausbesitzer einen kleinen Gemüsegarten, um über die Runden zu kommen.
Frü­her hat­te fast jeder Haus­be­sit­zer einen klei­nen Gemü­se­gar­ten, um über die Run­den zu kommen.

Marketing für dein Foodscaping-Geschäft

Zuerst musst du den Food­s­ca­ping-Aspekt dei­nes Unter­neh­mens bekannt machen. Sprich jede Woche drei loka­le Unter­neh­men an. Scheue dich nicht, ein paar Wochen spä­ter noch ein­mal vor­bei­zu­schau­en, um die Inter­ak­ti­on fort­zu­set­zen. Den­ke an dei­ne Ziel­kun­den und die Geschäf­te, die sie besu­chen. Auf mei­ner Lis­te ste­hen Fit­ness­stu­di­os, Natur­kost­lä­den, Beleuch­tungs­ge­schäf­te, Juwe­lie­re, Restau­rants, Beklei­dungs­ge­schäf­te und Land­schafts­ge­stal­ter (die sich nicht mit Food­s­ca­ping beschäf­ti­gen), um nur eini­ge zu nennen.

Du kannst auch mit loka­len Influ­en­cern in dei­ner Gegend Kon­takt auf­neh­men. Erstel­le eine Lis­te und rufe sie an oder schrei­be ihnen eine E‑Mail, um dich und dein Geschäft vor­zu­stel­len. Die Idee ist, dein Geschäft bekannt zu machen und ihnen zu hel­fen, dei­ne Nische zu ver­ste­hen. Ich habe Emp­feh­lun­gen von einem Land­schafts­ar­chi­tek­ten erhal­ten und ein ande­rer Land­schafts­gärt­ner hat einen Sta­pel mei­ner Kar­ten und gibt sie an Leu­te wei­ter, die nach ess­ba­ren Pflanzen/Gartenbau fra­gen. Geh nicht direkt auf die Ver­kaufs­ma­sche ein. Ich glau­be, dass Men­schen mit Leu­ten Geschäf­te machen, die sie mögen. Lass sie genau wis­sen, wel­ches Pro­blem du löst. Ich besei­ti­ge für mei­ne Kun­den die Über­for­de­rung und Ver­wir­rung rund um das Anpflan­zen von ess­ba­ren Pflan­zen. Klar und einfach!

Zwei­tens: Infor­mie­re dei­ne bestehen­den Kun­den­/E‑­Mail-Lis­te über dei­ne neu­en Dienst­leis­tun­gen. Ich ver­wen­de Mail­chimp für mei­nen News­let­ter. Für etwa 10 US-Dol­lar im Monat lässt Mail­chimp dei­nen News­let­ter pro­fes­sio­nell aus­se­hen und hilft dir, dei­ne E‑Mail-Lis­te über dei­ne neu­en Dienst­leis­tun­gen zu infor­mie­ren. Insta­gram kann mit Face­book ver­knüpft wer­den, so dass Posts auf Insta­gram auto­ma­tisch auf Insta­gram gepos­tet wer­den. Das macht es ein­fa­cher und weni­ger zeit­auf­wän­dig. Sor­ge dafür, dass dei­ne Posts visu­ell auf­fal­len, damit sie nicht über­se­hen wer­den können! 

Für eine Food­s­ca­ping Web­sites wird von vie­len mei­ner Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Inter­net-Dienst­leis­ter Tho­ka Net­work genutzt, die tol­le Web­sites gestal­ten und für Dich admi­nis­trie­ren.

Aktua­li­sie­re dei­ne Visi­ten­kar­te, um dei­ne neu­en Dienst­leis­tun­gen zu prä­sen­tie­ren, und füge ein Bild hin­zu, damit die Leu­te die Ver­bin­dung her­stel­len kön­nen. Die gute Nach­richt ist, dass es in die­ser Bran­che nur sehr wenig Kon­kur­renz gibt! Hal­te eine ein­fa­che Erklä­rung zum The­ma Foodscaping/Essbares Gärt­nern bereit, damit du in leicht ver­ständ­li­cher Spra­che erklä­ren kannst, was du tust. Ein Land­schafts­ar­chi­tekt und meh­re­re Land­schafts­gärt­ner haben mir gesagt, dass sie nicht das tun, was ich tue, und einer von ihnen sag­te, dass sie mei­ne Nische liebt! Um bes­ser zu ver­ste­hen, wie viel Kon­kur­renz es in dei­ner Gegend gibt, goog­le Begrif­fe wie “Food­s­ca­ping” + dei­ne Post­leit­zahl. Du wirst sehen, dass tra­di­tio­nel­le Land­schafts­gärt­ner auf­tau­chen, aber kein Wort über Lebens­mit­tel oder ess­ba­re Pflanzen.

Ich ver­tei­le mei­ne Visi­ten­kar­te an fast jeden, den ich tref­fe, und erwäh­ne Food­s­ca­ping auf mei­ner Visi­ten­kar­te. Die Leu­te fra­gen mich nor­ma­ler­wei­se, was ich mache, und das führt oft zu einem tol­len Gesprächsbeginn!

Ich habe mich auch an mei­ne Lokal­zei­tung gewandt und ihr Web-Kon­takt­for­mu­lar und den Fern­seh­sen­der benutzt, um ihnen von mei­nen ein­zig­ar­ti­gen Dienst­leis­tun­gen zu erzäh­len. Das hat dazu geführt, dass sie einen Bericht über mich und mei­ne Food­s­ca­ping-Dienst­leis­tun­gen erstellt haben. Ich ver­wen­de Can­va, um auf­fäl­li­ge Posts und Bil­der zu erstel­len, die ich in den sozia­len Medi­en ver­wen­de und sogar um Geschenk­gut­schei­ne zu erstel­len. Da sozia­le Medi­en kos­ten­los sind, brauchst du kei­ne Pres­se­mit­tei­lung. Du kannst die Neu­ig­kei­ten in den sozia­len Medi­en und auf dei­ner Web­site ver­brei­ten. Mach ein­fach jeden Tag ein biss­chen was und ehe du dich ver­siehst, hast du den vol­len Ter­min­ka­len­der, den du dir gewünscht hast. Wun­de­re dich nicht, wenn Kun­den an dei­ne Tür klop­fen, um dei­ne Food­s­ca­ping-Diens­te in Anspruch zu nehmen!

Food­s­ca­ping – Dein eige­ner Gemüsegarten
War­um du dei­nen Rasen in einen Gemü­se­gar­ten ver­wan­deln solltest.
Video Tran­skript Deutsch

Vor etwa einem Jahr und drei Mona­ten war das nur ein Rasen, ein Rasen mit Gras, und dann habe ich ihn in die­sen rie­si­gen Gar­ten ver­wan­delt. Das ist im Grun­de genom­men mein ers­ter Gar­ten.
Der per­fek­te Rasen ist ein ame­ri­ka­ni­scher Zeit­ver­treib. Wir lie­ben unse­re Rasen­flä­chen so sehr, dass sie unge­fähr die Grö­ße von Flo­ri­da ein­neh­men. Wir mähen, dün­gen und bewäs­sern sie. Aber was wäre, wenn wir, anstatt die­se Res­sour­cen, die Zeit und das Geld dafür zu ver­wen­den, unse­ren Rasen zur per­fek­ten Mono­kul­tur zu machen, etwas wie Nah­rung oder Lebens­raum für Tie­re anbau­en würden?

Das will ich wis­sen. Um das her­aus­zu­fin­den, besu­che ich Rob Green­field, einen Gemein­de­ak­ti­vis­ten in Orlan­do, Flo­ri­da, der sei­nen Nach­barn bei­bringt, wie sie ihre Rasen­flä­chen in Nutz­gär­ten umwan­deln kön­nen. Und dann besu­che ich einen die­ser Nach­barn
um zu sehen, wie ihr Gar­ten wächst. Ich bin Lucy Big­gers, und das ist One Small Step.
Die Kos­ten, die damit ver­bun­den sind, unse­re Rasen­flä­chen grün zu hal­ten, sind ziem­lich hoch. Die Ame­ri­ka­ner ver­brau­chen unge­fähr Und es ist nicht nur Wasser.

Im Jahr 2012 ver­brauch­ten die Ame­ri­ka­ner etwa Und wir dür­fen die Mil­lio­nen Ton­nen Dün­ger nicht ver­ges­sen, die wir jedes Jahr ausbringen.


Die EPA schätzt, dass Rasen­mä­her laut und ner­vig sind. Wer hat sich schon mal einen Sams­tag­mor­gen im Som­mer durch das Geräusch eines Rasen­mä­hers kom­plett rui­niert? Mit Pes­ti­zi­den, Dün­ge­mit­teln und ben­zin­fres­sen­den Gerä­ten. Des­halb sind wir hier in die Nach­bar­schaft von Audu­bon Park in Orlan­do, Flo­ri­da, gekom­men, wo der Anbau von Lebens­mit­teln auf dem Rasen ein all­täg­li­cher Anblick ist.

Denn 2013 kämpf­te ein Paar erfolg­reich für sein Recht, einen Vor­gar­ten anzu­bau­en. Jetzt gedei­hen die Gär­ten in der Nach­bar­schaft präch­tig, und bald könn­ten es im gan­zen Bun­des­staat mehr wer­den. Denn der Senat des Bun­des­staa­tes Flo­ri­da hat gera­de ein Gesetz ver­ab­schie­det, das das Recht auf Vor­gär­ten schützt.

Wel­chen Auf­wand muss­test du betrei­ben, um aus einem tra­di­tio­nel­len Rasen das zu machen, was wir jetzt sehen? Das war kei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung. Wir reden hier von etwas Pap­pe, etwas Mulch, also Holz­spä­nen von einem Baum, etwas Erde und Kom­post. Und so wur­de aus einem Rasen ein Garten.

Inner­halb von drei oder vier Mona­ten pro­du­zier­te er jeden Monat Lebens­mit­tel im Wert von fünf bis 600 Dol­lar. Wow, und ich weiß, dass vie­le Men­schen in Ame­ri­ka beses­sen von ihrem Rasen sind.
Sie wol­len, dass er per­fekt ist, und sie bewäs­sern und dün­gen ihn. Glaubst du, dass das mehr Auf­wand bedeu­tet als einen grü­nen Rasen zu pflegen?

Ich habe es hier mit einer gro­ßen Viel­falt zu tun, also den­ke ich, dass ein Rasen in vie­ler­lei Hin­sicht ein­fa­cher ist. Aber natür­lich ist es das wert. Ich habe die Mög­lich­keit, 50 ver­schie­de­ne Pflan­zen zu essen. Und ich muss nur ein biss­chen mehr Arbeit inves­tie­ren und habe schon Lebens­mit­tel im Wert von Tau­sen­den von Dol­lar produziert.

Das ver­braucht viel weni­ger Geld und viel weni­ger Was­ser als ein her­kömm­li­cher Rasen. Das Geld, das ich aus­ge­be, bekom­me ich zehn­fach zurück: Ich muss nicht mehr im Super­markt ein­kau­fen.
Der Anbau von Lebens­mit­teln ist groß­ar­tig, denn er hilft dei­nem Gar­ten, bes­ser zu gedei­hen. Wenn man Bestäu­ber hat, kann man nach­weis­lich dass man die Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on um bis zu 50 % stei­gern kann, wenn man Bestäu­ber einsetzt.

Du wirst sehen, es wim­melt nur so von Honig­bie­nen, ein­hei­mi­schen Bie­nen, ein­hei­mi­schen Wes­pen und vie­len ande­ren nütz­li­chen Insek­ten. Und der Grund, war­um sie hier sind, ist, dass die­ser Gar­ten vol­ler Blu­men und ein­hei­mi­scher Blu­men ist.

Ein klei­ner Schritt, den jeder tun kann, ist etwas zu pflan­zen. Ein klei­ner Schritt für alles, was mit Nach­hal­tig­keit zu tun hat. Ich glau­be, etwas zu pflan­zen und das ers­te Stück­chen Nah­rung anzu­bau­en, ist eines der revo­lu­tio­närs­ten Din­ge, die man tun kann, Punkt. Ich bin so gespannt dar­auf, die­sen Gar­ten aus­zu­pro­bie­ren und etwas zu essen. Kön­nen wir essen, was wir wol­len? Es gibt alles Mög­li­che, was wir mamp­fen kön­nen. Also gut, machen wir es.

Eige­ne Lebens­mit­tel in einem Gar­ten anzu­bau­en ist nicht neu. Wäh­rend des Ers­ten und Zwei­ten Welt­kriegs ermu­tig­te die US-Regie­rung die Ame­ri­ka­ne­rin­nen und Ame­ri­ka­ner, im Rah­men der Kriegs­an­stren­gun­gen ihr eige­nes Obst und Gemü­se anzu­bau­en. Sie wur­den als Sie­ges­gär­ten bekannt.

Im Jahr 1944 wur­den schät­zungs­wei­se 40 % der im Land ver­brauch­ten Frisch­wa­ren selbst ange­baut. Wenn wir es in der Ver­gan­gen­heit getan haben, kön­nen wir es auch heu­te wie­der tun. Ich möch­te dir zuerst die­se Papri­ka­pflan­ze zei­gen. Seit ich ange­fan­gen habe, hat sie über tau­send Papri­ka­scho­ten pro­du­ziert. Im Moment sind es wahr­schein­lich 300 Papri­ka­scho­ten allein an die­ser Pflanze.

Aus einem ein­zi­gen Samen? Von einem Samen, den ich aus dem Gar­ten eines Freun­des mit­ge­nom­men habe. Die­se Pflan­ze hat im letz­ten Jahr Papri­ka pro­du­ziert.
Kann ich die­se Papri­ka essen?
Ja. Ist sie wür­zig?
Du siehst für mich ner­vös aus. Ich mache es mit dir, aber ich weiß nicht, wie es lau­fen wird.
Ich den­ke, wir soll­ten es tun, Prost.
Sie sind etwas scharf.
Wir müs­sen viel­leicht eine Pau­se machen.
NA GUT.
Mir geht’s gut, mir geht’s gut, mir geht’s gut.
Wenn du dir eine Karot­te schnap­pen willst,
nimm das Grün­zeug und zieh es ein­fach raus.
Oh mein Gott, okay.
Schau dir das Ding an.
So unglaub­lich.
So gut.
Ja, es gibt kaum etwas Schö­ne­res
als eine Wur­zel direkt aus dem Boden zu zie­hen.
Das habe ich noch nie gemacht.
Ja, das ist Sel­le­rie.
Das ist Stau­den­sel­le­rie.
Oh mein Gott, was soll ich also tun?
Geh ein­fach rein und brich einen Strunk ab.
Oh Gott, ich hab’s.
Prost. Prost!
Er ist schmack­haf­ter als der aus dem Super­markt.
Viel geschmack­vol­ler.
Es ist dich­ter und süßer.

Ich habe noch nie gesün­der geges­sen als in den letz­ten 30 Minuten.

Wirk­lich? Wenn du dei­ne eige­nen Lebens­mit­tel anbaust, kannst du den Kli­ma­wan­del bekämp­fen, indem du dei­nen Koh­len­stoff-Fuß­ab­druck redu­zierst. Wenn du einen Gar­ten hast, muss kein Gas ver­brannt wer­den, um das Essen auf dei­nen Tel­ler zu bringen.

Robs Gar­ten war so beein­dru­ckend, aber auch ein biss­chen ein­schüch­ternd. Des­halb freue ich mich, den Gar­ten von Chloe Desti­ne ken­nen­zu­ler­nen. Sie hat letz­tes Jahr an einem von Robs kos­ten­lo­sen Gar­ten­kur­sen teil­ge­nom­men und ist jetzt selbst zur Gärt­ne­rin geworden.

Er ist so schön, vie­len Dank für die Ein­la­dung.
Dan­ke, dass ihr gekom­men seid.
Wann hast du beschlos­sen, dei­nen Rasen in einen Gar­ten zu verwandeln?

Ich dach­te eigent­lich, dass ich die­sen wun­der­schö­nen Rasen habe. Und dann dach­te ich, weißt du was? War­um Gras anbau­en, wenn ich auch Lebens­mit­tel anbau­en kann? Die Gras­nar­be, das Saat­gut, der Dün­ger, Ich habe Tau­sen­de von Dol­lar für die­sen Rasen aus­ge­ge­ben, und er sah immer noch nicht rich­tig aus. Also dach­te ich mir: Weg mit dem Rasen. Schmeiß den Rasen weg, wir pflan­zen hier etwas zu essen an.

Und du hast Robs Gar­ten­ar­beits­kurs besucht?
Ja, das habe ich.
Das war mein ers­ter Kurs, den ich je besucht habe. Und ich moch­te sei­ne Metho­de.
Ich glau­be, vie­le Leu­te sind von der Gar­ten­ar­beit ein­ge­schüch­tert, was wür­dest du also den Anfän­gern raten?
Fang viel­leicht mit einem Samen an, wie die Samen, die du isst, von einer Frucht, die du isst, fang ein­fach mit einer klei­nen Pflan­ze an und schau, ob du das schaffst, und mach dann wei­ter.
War das hier frü­her Gras?
Letz­tes Jahr um die­se Zeit war alles Gras.
Letz­tes Jahr um die­se Zeit Gras, wow.
Und was ist mit die­sem hüb­schen Baum den wir hier haben. 

Genau das hier, das ist ein Baum von Walm­art.
Der Walm­art-Baum.
Und das ist ein Oran­gen­baum.
Du kannst einen Baum wie die­sen, Walm­art $25, und du kannst die­ses Jahr ein paar Früch­te haben. Das sind Him­bee­ren, und wie du sehen kannst, tra­gen sie schon Früch­te. Das sind Erd­bee­ren, die ich gepflanzt habe. 

Erstaun­lich.
Das sind mei­ne Auber­gi­nen. Wie du sehen kannst, habe ich hier eine klei­ne Auber­gi­ne.
Seit­dem du dei­ne Lebens­mit­tel anbaust, hat sich dei­ne Sicht­wei­se auf ande­re Aspek­te dei­nes Lebens ver­än­dert?
Ja, ich glau­be, ich bin ruhi­ger gewor­den.
Wirk­lich?
Ja, viel ruhi­ger.
Immer wenn ich bei der Arbeit gestresst bin, den­ke ich, wenn ich nach Hau­se kom­me, kann ich in mei­nen Gar­ten gehen.
Ich kann mit mei­nen Hun­den in mei­nem Gar­ten sit­zen, her­um­lau­fen und nach mei­nen Pflan­zen sehen.
Dein gan­zer Gar­ten ist so schön.
Ich dan­ke dir. Und es ist so fried­lich hier hin­ten, also vie­len Dank für die Ein­la­dung. Dan­ke für die Ein­la­dung.
Dan­ke, kein Pro­blem.
Und ich kann es kaum erwar­ten, zu sehen, wie dein Gar­ten in einem Jahr aus­sieht.
Er wird fan­tas­tisch sein.
Fan­tas­tisch.
Es ist so cool, dass unse­re Rasen­flä­chen uns ernäh­ren und unse­re Umwelt ver­bes­sern kön­nen.
Schließ­lich ist unser Rasen ein Teil der Natur und nicht nur ein Man­tel, der per­fekt und schön aus­se­hen soll.
Die­se gan­ze Erfah­rung hat mir die Augen für das Poten­zi­al von Rasen­flä­chen geöff­net und mich für die Zukunft begeis­tert.
Das war’s für die dies­wö­chi­ge Fol­ge von One Small Step.
Vie­len Dank, dass ihr zuge­schaut habt.
Wenn er dir gefal­len hat, tei­le ihn bit­te und wir sehen uns beim nächs­ten Mal.

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